Projekt des Tahiti-Perlenkonsortiums sorgt für Kontroverse: Perlen-Experten lehnen politische Einmischung ab

Das vom Berater Gaetano Cavalieri vorgeschlagene strategische Modell, das den Wert tahitianischer Perlen steigern soll, hat heftige Debatten unter Branchenexperten ausgelöst. Während einer Präsentation des Ministeriums für Meeresressourcen und der Maison de la Perle äußerten Vertreter der Branche scharfen Widerstand und warfen der Regierung vor, die Kontrolle über das Perlen-Ökosystem an sich reißen zu wollen.

Aline Baldassari-Bernard, Präsidentin des Berufsverbands der Perlenproduzenten (SPPP), räumte ein, dass das Projekt theoretisch sinnvoll erscheine, aber im polynesischen Kontext undurchführbar bleibe. Geschlossen in ihrem Widerstand verurteilten die Akteure der Branche das Fehlen von Konsultationen und kritisierten die einseitige Auflage dieses Krisenbewältigungsplans durch die Regierung.

Nach dem Vorbild des italienischen Parma Ham Consortiums sieht der Vorschlag eine vollständige Umstrukturierung des tahitianischen Perlenhandels bis Juli 2013 vor, einschließlich:

  • Gründung des Tahiti Pearl Consortium (ein gemischtkapitalistisches Einkaufszentrum)
  • Schaffung einer internationalen Vertriebsgesellschaft

Doch die Branchenvertreter äußerten Bedenken hinsichtlich:
✔ Der exorbitanten Kosten der Konsultation
✔ Der möglichen Ausgrenzung langjähriger japanischer und chinesischer Käufer
✔ Des politischen Übergriffs auf eine ohnehin fragile Branche

Aus Protest reichten Perlenzüchter einen offiziellen Brief an Präsident Oscar Temaru ein, in dem sie das, was sie als politische Einmischung in ihre Handelsgeschäfte betrachten, verurteilten.

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