Das Französisch-Polynesische Statistikinstitut (ISPF) hat seinen jüngsten Wirtschaftsbericht veröffentlicht, der gegenläufige Trends im Außenhandel im ersten Quartal 2014 aufzeigt.
Importentwicklung: Stabilität mit Vorbehalten
- Gesamtwert der Importe stabil (+0,3%)
- Volumenanstieg um 5% deutet auf sinkende Stückpreise hin
- März-Anstieg (+22,3%) verursacht durch:
- Aufträge für Betriebsausstattung
- Käufe von Erdölprodukten (↑13% im Volumen trotz niedrigerer Preise)
Laut ISPF sind die Schwankungen auf temporäre Faktoren zurückzuführen:
- Lagerauffüllzyklen
- Lieferverzögerungen
Anhaltende Exportprobleme
- März-Erholung (+1,9%) kann Quartalsrückgang (-5%) nicht ausgleichen
- Perlen zeigen Widerstandsfähigkeit:
+15% Quartalswachstum
+30% Anstieg im März - Andere Sektoren kämpfen:
Fischexporte: -31%
Perlmutt: -35%
Vanille: -15%
Zunehmende wirtschaftliche Verwundbarkeit
Die Exportstruktur konzentriert sich immer stärker auf Rohperlen, die nun ausmachen:
87% des gesamten Exportwerts (vs. 82% in Q1 2013)
Diese Überabhängigkeit wirft Bedenken über die Widerstandsfähigkeit des Territoriums gegenüber globalen Marktschwankungen auf.
Zentrale Erkenntnis: Während der Perlensektor weiterhin Polynesiens wirtschaftliche Lebensader bleibt, unterstreicht der dramatische Rückgang anderer traditioneller Exporte die dringende Notwendigkeit einer Exportdiversifizierung. Der starke Anstieg der Erdölimporte bedarf besonderer Beobachtung, da er entweder strategische Vorratshaltung oder wachsenden Energiedruck signalisieren könnte.
*Datenquelle: ISPF – Handel Bulletin April 2014*
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