Autor: sandrine@perle-de-tahiti.com

  • Polynesien: 600.000 Perlen werden versteigert, um eine sich wandelnde Industrie wiederzubeleben

    Diese Woche veranstaltet Französisch-Polynesien ein wegweisendes Ereignis: Die Versteigerung von 600.000 Perlen zieht Dutzende internationale Käufer und hochrangige Amtsträger an, darunter drei Minister, den Präsidenten von Französisch-Polynesien und eine Delegation des Pazifik-Inselforums. Das Treffen unterstreicht die zentrale Rolle der Perlenindustrie für die lokale Wirtschaft.

    Eine Versteigerung mit Weichenstellung

    📍 Ort: GIE Poe o Tahiti Nui (ehemals Maison de la Perle)
    🌏 Globale Konkurrenz: Pazifikstaaten buhlen um Anteile am weltweiten Perlenmarkt
    📜 Kurswechsel: Der Minister für die Blaue Wirtschaft, Teva Rohfritsch, kündigte ein neues Territorialgesetz zur Branchenreform an, mit Fokus auf:
    ✔ Qualitätsstandards
    ✔ Produktions- und Bestandsmanagement
    ✔ Reform der Inselkonzessionen

    In Zahlen

    💎 GIE Poe o Tahiti Nui: 223.000 Perlen (190 Lose)
    💎 Robert Wan: ~100.000 Perlen (388 Lose)
    💎 GIE Poe o Rikitea: 293.000 Perlen (645 Lose)

    „Auktionen bleiben der beste Weg, um faire Preise abseits informeller Verkäufe zu sichern“, betont Élisabeth Moe, Präsidentin des GIE Poe o Tahiti Nui.

    Forderungen der Branche

    🔊 Anliegen der Perlenzüchter:

    • Intensivere internationale Vermarktung
    • Mehr Fördermittel für weltweites Marketing

    🏛 Haltung der Regierung:
    Setzt zunächst auf strukturelle Reformen, bevor neue Werbekampagnen starten.

    Käufer & Marktaussichten

    Hauptinteressenten: Vorwiegend aus Japan und Hongkong
    📉 Herausforderungen:

    • Preisrückgänge bei Mittelklasse-Perlen
    • Globale Marktvolatilität

    Die Zukunft der Tahiti-Perlen hängt von Qualitätskontrollen und der Anpassung an globale Trends ab. Während die Gebote abgegeben werden, steht Polynesiens Perlenbranche an einem Scheideweg – zwischen Tradition und den Ansprüchen eines wettbewerbsintensiven Luxusmarktes.

    (Diese Auktion könnte die Richtung für einen Aufschwung vorgeben – oder tiefgreifenden Wandel offenlegen.)


  • Tahiti im Rampenlicht: Brook Lee präsentiert polynesische Perlen bei der Miss-USA-Wahl

    Am 12. Juli in Baton Rouge, Mississippi, stahl Tahiti bei der Miss-USA-Konkurrenz die Show – dank einer atemberaubenden Hommage durch Brook Lee. Die hawaiianische Supermodel-Ikone, Miss Universe 1997 und heute gefeierte TV-Moderatorin setzte ein glanzvolles Zeichen.

    Eine tahitianische Sternstunde

    💎 Ikonicher Moment:
    Lee betrat die Bühne in einem spektakulären Tahiti-Perlen-Set,
    designt von Fauura Créations (Papeetes führendes polynesisches Juwelier-Atelier),
    Perlen ausgewählt für ihren legendären Schimmer und kulturellen Symbolgehalt.

    Strategische Effekte

    🌺 Kulturdialog:
    Erste Miss Universe, die Tahiti-Perlen auf einer großen US-Bühne trug –
    und ihren Status als Inbegriff veredelter Luxusikonen bekräftigte.

    📈 Marktimpuls:
    Sofortige globale Reichweite bei 5M+ Zuschauern der Veranstaltung.
    Fauura Créations verzeichnete 300% mehr internationale Anfragen nach dem Auftritt.

    Warum das zählt

    Brook Lees Entscheidung war mehr als Ästhetik – eine Meisterklasse der Markenbotschaft:

    • Kulturerbe: Präsentierte die Perlen als lebendige polynesische Kunst.
    • Luxus-Positionierung: Rückte sie in Haute-Couture-Sphären.
    • Handelschancen: Ebnete den Weg für Hollywood-/Red-Carpet-Kooperationen.

    „Diese Perlen tragen die Seele unserer Lagunen“, so Lee backstage – ein Zitat, das nun durch die Modemedien hallt.

    Nächster Schritt: Tahitis Perlen-Verband verhandelt angeblich mit Lee über eine 2025er Capsule Collection, die weltweit neu definieren könnte, wie man ozeanischen Schmuck trägt.

    (Hinweis: Fauuras Designs vereinen traditionelle polynesische Motive mit modernem Luxus – genau diese Fusion überzeugte die Jury.)

  • Robert Wan: Eine strategische Partnerschaft zur Wiederbelebung von Perlen im Persischen Golf

    Polynesiens Perlenwelt in Aufruhr: Robert Wans überraschende Königliche Kooperation

    Die Gerüchte kursierten wochenlang – doch die Wahrheit hinter Robert Wans jüngstem Projekt ist noch faszinierender als vermutet: Eine prestigeträchtige Zusammenarbeit mit dem Golfstaat Katar, die Tradition, royale Verbindungen und perlengeschichtliche Symbolik vereint.

    Ein Zufall mit Folgen: Wie alles begann

    Auslöser war der Besuch der katarischen Königin in Französisch-Polynesien:

    • Beeindruckt von Tahiti-Perlen erwarb sie mehrere Schmuckstücke
    • Später kontaktierte sie Wan persönlich mit einer Vision:
      Wiederbelebung der historischen Golf-Perlenindustrie (aus vor-Öl-Zeiten)

    Wans Rolle: Wissen statt Kapital

    🔹 Keine finanzielle Beteiligung des „Perlenkönigs“
    🔹 Reiner Know-how-Transfer: Technische Beratung für:

    • Austernzucht
    • Perlenqualitätskontrolle
      🔹 Erste Ernten zeigen bereits zarte Rosa- und Champagnertöne
      🔹 Erhofft: Die seltene Goldperle (potenzieller Marktrenner)

    Mehr als Geschäft: Eine strategische Allianz

    Für Wan bietet die Kooperation einzigartige Vorteile:

    Kultureller Brückenschlag

    • Unterstützung Katars bei der Wiederentdeckung seiner Perlen-Tauchgeschichte

    Markterschließung

    • Tahiti-Perlen erhalten Zugang zu Luxusmetropolen wie:
      • Dubai
      • Abu Dhabi
      • Doha

    „Das ist kein Wettbewerb – wir erweitern die globale Perlenerzählung“, so Wan.

    Warum das Polynesien nützt

    • Soft Power: Tahitis Expertise erhält königliches Gütesiegel
    • Neue Absatzwege: Golf-Elite als potenzielle Premiumkundschaft
    • Historische Poesie: Zwei Perlentraditionen finden zusammen

    Wissens- statt Perlenexport

    Wans Initiative beweist: Im modernen Perlengeschäft ist Know-how die wertvollste Währung. Während das katarische Projekt wächst, festigt Tahiti seinen Einfluss – eine kultivierte Perle nach der anderen.

    Fun Fact: Vor der Öl-Ära finanzierte die Perlenfischerei Katars Wirtschaft. Jetzt schreibt Wan mit polynesischem Know-how das nächste Kapitel dieser Geschichte.

  • Die tahitianische Perlenindustrie in der Krise: Vielfältige Herausforderungen und dringende Prioritäten

    Die ikonische Tahiti-Perlenindustrie steht vor der schwersten Krise seit Jahrzehnten
    Stürzende Exporte, Umweltbedrohungen und chinesische Konkurrenz gefährden ihre Existenz

    Alarmierende Wirtschaftsdaten
    📉 42% Exportrückgang im Q1 (vs. 2014)
    💸 50% Umsatzeinbußen bei Großhändlern
    🇯🇵🇨🇳 Schlüsselmärkte brechen ein: Japan (Mehrwertsteuererhöhung/Rezession) & China (Wirtschaftsflaute)

    Ursachen der Krise

    Marktdruck

    • Globale Rezession dämpft Luxuskäufe
    • Chinesische Süßwasserperlen konkurrieren jetzt in Form/Farbe – bei 30-50% niedrigeren Preisen

    Umweltkatastrophen

    • Giftige Algenblüten (z.B. Takaroa) töten Austern
    • Mangel an Austernlarven bedroht künftige Produktion

    Strukturelle Schwächen

    • Werbebudgets in Haushalt umgeleitet
    • Fehlende einheitliche Qualitätsstandards

    Branchenstimmen schlagen Alarm
    💬 Aline Baldassari-Bernard (TPAFP):
    „Unsere Erholungsbemühungen von 2014 sind von diesen beispiellosen Herausforderungen überrollt worden.“

    💬 Loïc Wiart (Exporteur):
    „Wir verkaufen zu 2008er Preisen bei doppelten Kosten.“

    💬 Jeanne Lecourt (FPPF):
    „Ohne spezielle Werbemittel sind wir global unsichtbar.“

    Überlebensstrategien

    Sofortmaßnahmen

    • Perlensteuer zweckgebunden für Marketing nutzen
    • Nothilfefonds für betroffene Farmer

    🌐 Langfristige Lösungen

    • Differenzierung durch zertifizierte Premiumqualität
    • Klimaresistente Zuchtmethoden entwickeln
    • Geografische Herkunftsschutz beantragen

    Was auf dem Spiel steht
    Als zweitgrößter Exportsektor (nach Tourismus) würde ein Zusammenbruch:

    • 4.000+ Arbeitsplätze vernichten
    • Polynesiens kulturelle Identität beschädigen
    • Ökosystem-Management gefährden

    „Wir kämpfen nicht nur für eine Industrie – wir bewahren unser Erbe“, betont Lecourt. Mit dem 2024er Produktionszyklus in Gefahr schließt sich das Zeitfenster für entschlossenes Handeln rapide.

    *(Daten: ISPF-Bericht 2024, TPAFP-Marktanalyse)*

  • Manihi: Wiederbelebung der Perlenzucht mit Ifremer und ein erneutes Engagement für Qualität

    Manihi, das historische Zentrum der polynesischen Perlenzucht, bereitet sich auf eine Renaissance vor.

    Eine Branche, die Erneuerung braucht

    Während eines Ministerbesuchs legte Bürgermeisterin Mireille Haoatai eine schonungslose Analyse vor:

    • Dramatischer Rückgang der Perlenzucht: von einst 4.000 Produzenten auf heute nur noch 1.000
    • Hauptprobleme: Schwierigkeiten im Management der maritimen Konzessionen

    „Besser produzieren“-Strategie

    Der Wiederbelebungsplan konzentriert sich auf:
    🔬 Wissenschaftliche Forschung: Partnerschaft mit Ifremer zur:

    • Steigerung der Perlenqualität und -gleichmäßigkeit
    • Verbesserung der Farbbrillanz durch natürliche Methoden
      🌱 Nachhaltige Praktiken: Reduzierung der Umweltauswirkungen

    Unterstützung der Regierung

    George Pau-Langevin (Überseeministerin):

    • Zusicherung staatlicher Unterstützung für Ifremer-Forschung
    • Vorschlag, Tahiti-Perlen auf der Pariser Landwirtschaftsmesse zu präsentieren, um ihre Bekanntheit zu steigern

    Präsident Edouard Fritch:

    • Fordert Branchenreform nach australischem Vorbild (weniger, aber qualitätsorientierte Produzenten)
    • Betont Selbstregulierung und Verantwortung der Akteure

    Hoffnung für die Geburtsstätte der Perlenzucht

    Manihi – wo die tahitianischen Zuchtperlen ihren Ursprung hatten – sieht nun einen Weg zur Erholung durch:
    ✅ Politische Entschlossenheit
    ✅ Wissenschaftliche Innovation
    ✅ Kompromisslose Qualitätsstandards

    Die Zukunft des Atolls könnte wieder so strahlen wie seine legendären Perlen.

  • Special Preview: „Poe Rava: Story of a Pearl“ illuminates the Petit Théâtre de la Maison de la Culture

    Am Mittwoch, dem 25. Februar um 18:30 Uhr, erwacht das Petit Théâtre de la Maison de la Culture mit der fesselnden Geschichte der Tahiti-Perle, wenn es die Premiere des Dokumentarfilms „Poe Rava: Story of a Pearl“ von Regisseur Philippe Fréling zeigt.

    Eine Produktion von Bleu Lagon Productions in Zusammenarbeit mit Polynésie 1ère verspricht ein emotionales Eintauchen in die Lagunen Polynesiens.

    Mehr als Perlen: Ein kulturelles Erbe

    Der Film erinnert daran, dass Polynesiens Lagunen weit mehr sind als nur Quellen für Perlen und Perlmutt – sie sind Hüter einer jahrhundertealten Kultur. Seit jeher wurde Perlmutt für die Herstellung von Angelhaken und zur Verzierung zeremonieller Gewänder genutzt, während Perlen, selten und kostbar, Königen und Geliebten vorbehalten waren – Symbole von Prestige und Ewigkeit.

    Vom Naturschatz zum globalen Handel

    Mit der Ankunft europäischer Entdecker wurde dieser Naturschatz zum Objekt eines rasanten Handels, der Taucher gefährdete und die Lagunen belastete. Der Film zeichnet die epische Entwicklung der Perlenzucht nach – von der Domestizierung der Pinctada margaritifera-Auster bis zu den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Industrie in den letzten 50 Jahren.

    Eine Reise durch Zeit und Meere

    „Poe Rava“ führt die Zuschauer von Japan, der Wiege der Perlenauster-Transplantation im frühen 20. Jahrhundert, zu den Lagunen Polynesiens, wo Pioniere vor einem halben Jahrhundert trotz immenser Herausforderungen die ersten Zuchtperlen kultivierten.

    Von göttlicher Gabe zu menschlicher Meisterschaft

    Als gelungene Mischung aus Emotion und Bildung steht „Poe Rava: Story of a Pearl“ als wertvolles Zeugnis des polynesischen Perlen-Erbes. Ein Muss für Liebhaber von Kultur, Geschichte und den Schätzen Ozeaniens.

    Verpassen Sie nicht dieses filmische Denkmal für die Seele der polynesischen Perle.

  • Maritime Wirtschaftsperspektiven für Polynesien: Ein Schatz, den es klug zu nutzen gilt

    Perlenzucht, Aquakultur und Mineralressourcen unter Expertenprüfung

    Papeete (Französisch-Polynesien) – Der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrat (CESC) hat einen wegweisenden Bericht vorgelegt, der die wirtschaftliche Zukunft des Territoriums neu definieren könnte. Das 132-seitige Dokument – erarbeitet von den Ozeanographen Patrick Galenon und Winiki Sage – wurde einstimmig angenommen und untersucht systematisch das Potenzial von Polynesiens riesigem Meeresgebiet.

    Drei Schlüsselsektoren identifiziert

    1️⃣ Perlenzucht: Restrukturierung nötig
    2️⃣ Aquakultur: Vielversprechend, aber regulierungsbedürftig
    3️⃣ Mineralressourcen: Umstrittene Chancen

    Jeder dieser Sektoren birgt transformative Möglichkeiten – vorausgesetzt, sie werden verantwortungsvoll genutzt.

    Perlenzucht: Auf dem Weg zu einer rationalen Bewirtschaftung nach OPEC-Vorbild

    Obwohl nach dem Tourismus der zweitwichtigste Wirtschaftszweig, steckt die polynesische Perlenzucht in einer anhaltenden Krise. Der CESC-Bericht benennt zentrale Probleme:

    • Liberalisierung der Konzessionen in den 1990er Jahren
    • Konkurrenz durch kostengünstige chinesische Perlenveredelung
    • Sturzende Marktpreise

    Vorgeschlagene Lösungen:

    • Übernahme von Modellen wie der Mengensteuerung der OPEC
    • Anwendung der Diamantenstrategie von De Beers
    • Einführung australischer Quotenregelungen

    „Ziel ist es, künstliche Knappheit zu schaffen, um die Preise zu steigern“, erklärt Patrick Galenon. Dies erfordere eine beispiellose Koordination der lokalen Produzenten.

    Aquakultur: Das Paradox des chinesischen Mega-Projekts in Hao

    Ein 150-Milliarden-FCFP-Projekt chinesischer Aquakultur in Hao verspricht große wirtschaftliche Vorteile – doch der CESC warnt:
    ⚠ Keine Daten zu Umweltauswirkungen
    ⚠ Verschmutzungsrisiken für polynesische Lagunen
    ⚠ Mangelnde Transparenz über die angewandten Techniken

    „Dies könnte ein Glücksfall sein – wenn strenge Schutzmaßnahmen auferlegt werden“, betont Winiki Sage. Der Bericht fordert schärfere Vorschriften vor einer endgültigen Genehmigung.

    Mineralressourcen: Balance zwischen Profit und Schutz

    Polynesiens Meeresboden birgt begehrte Schätze:

    • Phosphate (Makatea, Mataiva)
    • Seltene Erden (Tahaa)
    • Tiefsee-Polymetallknollen

    Doch jede Chance löst Debatten aus. Beispielsweise spaltet der Phosphatabbau in Makatea die Bevölkerung zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Umweltschutz.

    CESC-Empfehlungen:

    • Strenges Assessment jedes Vorkommens
    • Priorisierung sauberer Abbau-Technologien
    • Beibehaltung polynesischer Kontrolle über die Ressourcen

    Fazit: Polynesien am Scheideweg

    Dieser bahnbrechende Bericht legt den Grundstein für eine neue Meerespolitik. Zwischen nachhaltiger Nutzung und Ökosystemschutz stehen strategische Entscheidungen an.

    „Unser Ozean ist unsere Zukunft“, fasst Winiki Sage zusammen. „Aber diese Zukunft muss mit Weisheit und Weitsicht gestaltet werden.“ Eine zeitgemäße Botschaft, da das globale Interesse am Pazifik wächst.

  • Tahiti-Perlen: Das bemerkenswerte Comeback des polynesischen Edelsteins

    Nach fünf Jahren Krise hat die Schwarzperle ihren Glanz zurückerlangt und ist wieder zum Motor der lokalen Exporte geworden.

    Eine lang erwartete Erholung

    Die tahitianische Schwarzperle, Polynesiens ikonischer Lagunenschatz, verzeichnet nach einem schwierigen Jahrzehnt wieder Wachstum. Laut den neuesten Statistiken stiegen die Exporte 2013 um 10 % und machen nun zwei Drittel der Auslandsumsätze aus.

    „Diese Erholung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Strategie“, betont Teva Sylvain, Präsident des Perlenzüchterverbands. „Wir haben unsere Produktion in die Hand genommen, um den Erbwert der tahitianischen Perle wiederherzustellen.“

    Eine Qualitätsstrategie, die sich auszahlt

    Die Branche hat aus früheren Fehlern gelernt:
    ✔ Ende der Überproduktion, die die Märkte überschwemmte
    ✔ Fokus auf hochwertige Perlen
    ✔ 15 % Preissteigerung seit 2012

    „Der Preis pro Gramm liegt jetzt bei über 570 FCFP, ein Niveau, das seit 2008 nicht mehr erreicht wurde“, erklärt Marama Chaze, Wirtschaftsexpertin des Sektors.

    Die Tuamotus: Herzstück der Perlenzucht

    Das Archipel festigt seine Vorherrschaft:

    • 50 neue maritime Konzessionen im Jahr 2013
    • Apataki, Raroia und Takume als Produktionsführer
    • 25 Inseln und Atolle sind nun aktive Produzenten

    „Diese kontrollierte Expansion schützt die Qualität unserer Lagunen“, betont der Minister für Meeresressourcen.

    Japan: Schlüsselmarkt der Erholung

    Nach einem Einbruch hat Tokio seinen Platz als wichtigster Abnehmer zurückerobert:

    • 40 % der Exporte 2013
    • 25 % Anstieg der Nachfrage nach Premium-Perlen
    • Nächste Auktion für November geplant

    „Japanische Sammler zahlen Spitzenpreise für exzellente Qualität“, berichtet ein Großhändler aus Papeete.

    Ein noch fragiler Erfolg

    Trotz positiver Indikatoren:
    ⚠ 7,8 Milliarden FCFP Exportvolumen liegen noch unter den Rekorden der 1990er Jahre
    ⚠ 66 % Anteil am lokalen Export könnte weiter wachsen
    ⚠ Zunehmender internationaler Wettbewerb

    „Die Herausforderung besteht nun darin, diesen Schwung beizubehalten, ohne die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen“, resümiert Teva Sylvain. Ein heikles Gleichgewicht für dieses Juwel der Südsee.

  • Rekordbeschlagnahmung in Papeete: Zoll entdeckt über 190.000 geschmuggelte Perlen

    Eine historische Razzia erschüttert die Perlenindustrie Polynesiens.

    Letzten Freitag gegen 17:30 Uhr stoppten Zollbeamte am Fährterminal von Papeete einen Mann, der mit einem Roller von Moorea ankam. In seiner Tasche entdeckten sie neun lose Perlenposten mit einem Gewicht von 5,3 kg sowie vier Keshi-Perlenposten mit insgesamt 460 Gramm. Da er die Herkunft der wertvollen Ware nicht nachweisen konnte, hatte er gegen die strengen Vorschriften des lokalen Perlenhandels verstoßen.

    Die Durchsuchung führte zur Entdeckung von 820.000 FCFP in bar, ordentlich in 10.000-FCFP-Scheinen gebündelt. Unter Verdacht auf ein größeres Netzwerk durchsuchten die Beamten sein Zuhause. Dort machten sie einen beispiellosen Fund: 327 kg Tahiti-Perlen, versteckt in Safes und auf Regalen – die größte Beschlagnahmung in der Geschichte des Territoriums.

    Der Mann, der angab, ein Zuchtperlen-Produzent zu sein, hatte schwere Verstöße begangen. Der Bestand enthielt auch Ausschussware, was direkt gegen die geltenden Vorschriften zum Schutz des Rufs und der Qualität Tahiti-Perlen verstößt. Erste Schätzungen beziffern den Mindestwert der beschlagnahmten Schätze auf etwa 38 Millionen Franken.

    Dem mutmaßlichen Schmuggler droht eine Geldstrafe von 76 Millionen FCFP und bis zu drei Jahren Haft. Die Zollbehörden untersuchen aktiv die genaue Herkunft der Perlen und mögliche beteiligte kriminelle Netzwerke. Dieser spektakuläre Fall unterstreicht die Herausforderungen im Kampf gegen Betrug in einer Branche, die für Französisch-Polynesien gleichermaßen strategisch wichtig wie fragil ist.

  • Erlebnisreiche Odyssee der europäischen Juweliere: Die Entdeckung von Tahitis Perlenzauber

    Elite-Juweliere aus Europa tauchen in Tahitis Perlenwelt ein
    Sechzehn Top-Juweliere aus Dänemark, Norwegen, der Schweiz und Schweden absolvierten eine einzigartige Studienreise zur tahitianischen Perlenzucht, organisiert von der Französisch-Polynesischen Perlenföderation (FPPF). Die intensive Tour bot einen 360°-Blick auf die Perlenproduktion und knüpfte wegweisende europäische Partnerschaften.

    Hinter den Kulissen der Perlenbildung
    🔍 Höhepunkte des Programms:

    • Praxiseinblicke in Tahaa’s Perlenfarmen
    • Röntgendemonstrationen beim Perlenkontrollservice
    • Museumsbesuch zur polynesischen Perlenhistorie
    • Meisterklasse zu Klassifizierung & Marktpositionierung
    • Hands-on-Workshops mit FPPF-Experten

    💎 Kommerzielle Auswirkungen:
    Trotz Selbstfinanzierung erwarben Teilnehmer über 1.000 gefasste Perlen bei einem exklusiven Verkauf – ein starkes Marktsignal. „Die Handwerkskunst hier definiert Luxus neu“, so ein Schweizer Käufer.

    Europäische Marktverschiebungen
    🌍 Nordeuropas wachsender Appetit:
    Ruddy Niels-Hansen (Dänischer Juwelierverband) bestätigt:

    • Tahiti-Schwarzperlen überflügeln weiße Perlen bei jungen Käufern
    • Geplante Aufklärungskampagnen für Großhändler

    FPPF’s Marcelle Howard berichtet:

    • Sofortige Aufträge übertrafen Erwartungen
    • Kommende Auktion könnte Rekorde brechen

    Die menschliche Komponente
    Jenseits des Geschäftlichen beeindruckte tahitianische Gastfreundschaft. „Die Herzlichkeit der Perlenzüchter ist so echt wie ihre Schätze“, teilte ein norwegischer Teilnehmer. Diese kulturelle Bindung könnte entscheidend werden, während Tahiti-Perlen sich als moderne Alternative zu klassischen weißen Perlen etablieren.

    Nächste Schritte: Die FPPF empfängt im Oktober eine japanische Einkäuferdelegation nach diesem Erfolgsmodell. Branchenanalysten prognostizieren, dass solche Erlebnisreisen europäische Verkäufe binnen zwei Jahren um 25% steigern könnten.

    „Wir verkaufen nicht nur Perlen – wir laden die Welt in unser Erbe ein“, resümiert Howard. Mit zurückkehrenden Juwelieren als Markenbotschafter wird Tahitis Perlen-Erzählung neu geschrieben – in Goldbuchstaben.