Autor: sandrine@perle-de-tahiti.com

  • Klarheit und Zusammenarbeit: Das Direktorat für Meeresressourcen stellt die Fakten klar

    Als Reaktion auf die jüngsten Aussagen von Perlenfachleuten in den Medien hat die Direktion für Meeresressourcen Klarstellungen vorgenommen und ihr Engagement für den Sektor sowie das Land bekräftigt – stets mit Kompetenz und Unparteilichkeit.

    Während der Demonstration am 31. Mai wurden Vorwürfe der Inkompetenz, Begünstigung und Diskriminierung gegen ihre Mitarbeiter erhoben. Die Direktion betont, dass ihre Teams ordnungsgemäß ausgebildet sind und ihre Prüfgeräte regelmäßig kalibriert werden, was die Messgenauigkeit gewährleistet. Zudem seien präzise Informationen wiederholt in voller Transparenz mit den Fachleuten geteilt worden.

    In Bezug auf Streitfälle weist die Direktion darauf hin, dass Gegenuntersuchungen möglich sind: Eine zweite Röntgenuntersuchung kläre in der Regel alle Zweifel, ohne dass ein Anschnitt nötig wäre, der eine Ausnahmemethode bleibe.

    Die geltenden Vorschriften seien in vorherigen Konsultationen mit den Branchenakteuren erarbeitet worden. Änderungen dieser Regeln müssten aus gemeinsamen Diskussionen hervorgehen, nicht aus öffentlichen Angriffen, die als verleumderisch gelten könnten und gegebenenfalls individuelle rechtliche Schritte nach sich ziehen.

    Abschließend appelliert die Direktion für Meeresressourcen an alle Fachleute, Differenzen zu überwinden und gemeinsam an der Wiederbelebung des Perlensektors zu arbeiten – gestützt auf klare, von allen Beteiligten getragene Regelungen.

  • Protest der Perlenbauern: Ein dringender Aufruf zur Rücknahme des Beschlusses Nr. 2005-42

    Angesichts unerfüllter Versprechen haben sich mehrere Perlenzucht-GIEs und Verbände unter dem Dach des „Verbands der Perlenfachleute“ zusammengeschlossen, der nun über 80 % der Branche vertritt.

    Ihre erste gemeinsame Aktion: eine entschlossene Versammlung am Donnerstagmorgen vor der Maison de la Perle mit dem klaren Ziel, die sofortige Unterzeichnung einer Vereinbarung zu erreichen.

    Im Zentrum ihrer Forderungen steht der sofortige und endgültige Widerruf der Deliberation Nr. 2005-42. Diese seit über zehn Jahren geltende Regelung schreibt die Zerstörung als „verwendbar“ eingestufter Perlen vor und hat laut Angaben innerhalb von nur zwei Jahren geschätzte Schäden von 6 Milliarden CFP-Franken verursacht. Frank Tehaamatai, Sprecher des Verbands, weist darauf hin, dass Japan ein ähnliches Maßnahmeexperiment aufgrund verheerender Folgen für die eigene Industrie wieder aufgegeben hatte.

    Tehaamatai erklärt, dass einige Perlen trotz Unregelmäßigkeiten noch verwertbar wären, insbesondere für Armbänder oder Ringe. Er kritisiert die starren aktuellen Normen, die zur Zerstörung kleiner Kategorie-A-Perlen führen, nur weil ihre Perlmuttschicht dünner als 0,8 mm ist. Obwohl sie eine Gegenüberprüfung der Prüfgeräte der Maison de la Perle beantragten, wurde ihr Gesuch abgelehnt. Zwar gab es eine Grundsatzzusage zum Perlenanschnitt, doch ohne konkreten Zeitrahmen.

    „Wir sind viel zu lange hingehalten worden“, erklärt Frank Tehaamatai. Die normalerweise gemäßigten Perlenzüchter zeigen sich zutiefst verärgert. Der Niedergang ist dramatisch: Während es im Jahr 2000 noch über 1.000 Farmen gab, existieren heute nur noch 200. Die Exporte, die 2000 noch 20 Milliarden Franken einbrachten, werden 2012 voraussichtlich auf nur 6 Milliarden fallen.

    Die Fachleute fordern sofortige konkrete Maßnahmen zur Rettung der kriselnden Branche. Die Aufhebung der Deliberation Nr. 2005-42 sehen sie als unverzichtbaren Schritt für das Überleben ihres Gewerbes.

  • Perlenprofis in Aufruhr: Protest fordert die sofortige Aufhebung des Beschlusses Nr. 2005-42

    Am Donnerstagmorgen versammelten sich vor der Maison de la Perle mehr als fünfzig Mitglieder des neuen Verbands der Perlenfachleute, um ihren Unmut über die Deliberation Nr. 2005-42 zu demonstrieren, deren sofortige Rücknahme sie fordern.

    Nach langen Gesprächen mit dem Minister und der Perlenabteilung – und trotz der zugesagten Unterstützung des Regierungspräsidenten – wurden keine konkreten Maßnahmen ergriffen, was die Frustration der Demonstranten weiter schürte.

    Die umstrittene Deliberation, die Perlenexporte regelt und die Zerstörung nicht konformer Perlen vorschreibt, steht im Zentrum der Kritik. Frank Tehaamatai, Sprecher der Bewegung, verurteilt ein diskriminierendes System und vermutet Begünstigungen bei Bearbeitungszeiten und Perlenkontrollen. Er verweist auf einen aktuellen Fall, bei dem Perlen zunächst zu Unrecht abgelehnt, nach dem Aufschneiden dann doch wieder anerkannt wurden.

    Die Zweifel an der Effektivität des Ministeriums und der zuständigen Perlenabteilung wachsen. Über 80 % der Fachleute fordern nicht nur die Aufhebung der Deliberation, sondern eine komplette Neuausrichtung der Branchenführung – mit mehr Autonomie für die Akteure.

    Frank Tehaamatai beklagt die mangelnde Reaktionsbereitschaft und Initiative des Ministers. Diese Mobilisierung solle die Krise der Perlenbranche deutlich machen. Falls ihre Forderungen nicht bald Gehör finden, drohen die Fachleute mit radikaleren Maßnahmen zum Schutz ihrer beruflichen Zukunft.

  • Tahiti-Perle: Schulungsseminare für Verkäufer und zur Eroberung internationaler Märkte

    Treu seiner Mission, die tahitianische Perle zu fördern und kommerziell zu unterstützen, hat die Maison de la Perle eine Reihe von Seminaren ins Leben gerufen, die Fachleute über die Nuancen dieses polynesischen Juwels und die spezialisierten Verkaufstechniken informieren sollen.

    Diese Veranstaltungen richten sich vor allem an Akteure der Perlenbranche und Juwelenhändler, die sowohl in Polynesien als auch international tätig sind. Seit Beginn des Jahres haben bereits zwei Seminare stattgefunden: das erste im März mit etwa zehn Fachleuten und das zweite mit sieben Teilnehmern aus dem GSMA-Tourismusprogramm – zukünftige Botschafter des Reiseziels und seiner Schätze.

    Das erklärte Ziel ist es, das Wissen der Teilnehmer über tahitianische Perlen zu vertiefen und sie in ihren historischen und wettbewerblichen Kontext einzuordnen. Mit verfeinerten Verkaufsargumenten und maßgeschneiderten Techniken sind die Verkäufer besser gerüstet, um anspruchsvolle Kundschaft anzusprechen und die Faszination tahitianischer Perlenschmuckstücke zu steigern.

    Durch individuelle Beratung und präzise Ratschläge zur Pflege und Verwendung von Perlen werden die neu geschulten Fachleute zu wahren Botschaftern des polynesischen Perlen-Erbes.

    Mit dieser Initiative möchte die Maison de la Perle die Händler in ihren kommerziellen Bemühungen unterstützen und gleichzeitig das Prestige und die Anziehungskraft tahitianischer Perlen bei professionellen Käufern und Endverbrauchern weltweit stärken.

  • Tahiti-Perlen: Strategische Allianz mit Japans Perlentitanen geschmiedet

    In einem wegweisenden Schritt für den pazifischen Perlenhandel hat Präsident Oscar Manutahi Temaru die Unterzeichnung eines historischen Abkommens zwischen Französisch-Polynesien und Japans Tahiti Pearl Promotion Society (TPJ) geleitet – dem Branchenriesen, der seit 1993 77% des japanischen Tahiti-Perlenmarktes kontrolliert.


    Die Akteure

    • Polynesische Schwergewichte: Vizepräsident Antony Géros & Meeresminister Temauri Foster
    • TPJ-Delegation: Präsident Kazuya Okuda + Vorstandsmitglieder Andy Müller/Koji Isowa
    • Die Vermittlerin: Hinano Teanotoga, Direktorin der Maison de la Perle

    Das Abkommen

    ✒️ 18 Mio. XPF (≈150.000 €) für Marketingkampagnen 2012
    🎯 Exklusivziel: Wiederbelebung von Japans schwindender Leidenschaft für Tahiti-Perlen
    🔍 Qualitätsversprechen: Foster garantiert DRM-Röntgenprüfungen (≥0,8 mm Perlmuttdicke)


    Warum Tokio entscheidend ist

    • 2011-Krise: TPJ boykottierte Auktionen nach der Citizen-Uhr-Kontroverse
    • Marktschock: Japans Einkäufe brachen nach Auflösung des GIE Perles um 42% ein
    • Wendepunkt: Dieser Vertrag beendet 3 Jahre zerrütteter Beziehungen

    Hinter verschlossenen Türen

    • Okuda forderte strengere Größensortierung (Präferenz für 12 mm+)
    • Teanotoga sicherte sich „Made in Tahiti“-Brandingrechte
    • Stillschweigender Sieg: TPJ erhält Vorkaufsrecht auf 20% der Premium-Ernte

    Nächste Schritte

    • September 2012: Tokios Ginza-Viertel hostet die „Tahiti Pearl Week“
    • Neue Kampagne: „Echte Perlen haben DNA“ – Targeting der Gen-Z-Sammler
  • Tahiti-Perlen: Vielversprechender Start für 3. Auktion in Papeete

    Dritte Tahiti-Perlenauktion startet mit Rekordzahlen – 625.345 Perlen im Rampenlicht

    Fünf Perlenverbände, eng vernetzt mit der Maison de la Perle, eröffneten am Sonntag im Sofitel Maeva Beach Tahitis dritte Zuchtperlen-Auktion – und die ersten Zahlen sprechen für sich.


    Der Auftakt

    Meeresressourcenminister Temuari Foster und Minister Tauhiti Nena durchschnitten das Band vor einem Who’s-who der polynesischen Politik. Die Luft vibrierte vor Spannung: 71 Käufer – japanische Perlenbarone neben aufstrebenden Händlern aus Hongkong – buhlten um 625.345 schimmernde Schätze (geschätzt 600 Mio. XPF).


    Feuerwerk am ersten Tag

    • 249.592 Perlen wechselten den Besitzer
    • Top-Lose: 18-mm-„Mitternachtssonnen“ für 3.200 XPF/Gramm
    • Stille Bietergefechte zwischen Japan, China und den UAE

    Hinter den Kulissen

    Die Direktion für Meeresressourcen sorgte für militärisch präzise Logistik:

    • Jedes Los wurde gescannt
    • Jede Perlmuttdicke geprüft
    • Kein Raum für Fehler – heute folgen 187.944 weitere Perlen

    Warum diese Auktion historisch ist

    Fosters Wagnis von 2010 zahlt sich aus: Lokale Auktionen beweisen ihren Wert
    Neue Allianz: Farmer und Behörden rudern endlich im Gleichschritt
    Marktsignal: Tahiti erobert seinen Thron als Epizentrum schwarzer Perlen zurück


    Die wahren Gewinner

    • Atoll-Familien, die stabile Preise erleben
    • Meister-Transplanteure, deren schwielige Hände diese Juwelen schufen
    • Die Austern selbst – endlich als lebende Kunstwerke gewürdigt
  • 3. Internationale Tahiti-Perlen-Auktion im Sofitel Maeva Beach: Eine neue Ära für die Branche

    Papeetes Sofitel Maeva Beach wird zum Epizentrum des Perlenhandels

    71 polynesische Perlenzüchter präsentieren 625.345 leuchtende Schätze – ein Vermögen von 600 Millionen XPF. Hinter verschlossenen Türen liefern sich Japans Elitekäufer (50% der Auktionsplätze) ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit aufstrebenden Händlern aus Shanghai bis Seoul, während neuseeländische Newcomer vorsichtig mitbieten.


    Der Wendepunkt

    Erstmals öffnet die Maison de la Perle ihre Kassen und übernimmt 30% der Betriebskosten – ein historischer Schulterschluss zwischen Bürokraten und wettergegerbten Perlenfarmern. Jeden Abend veröffentlicht das GIE Poe O Rikitea Echtzeit-Ergebnisse auf seiner Website – ein digitaler Pulsmesser für gewonnene und verlorene Vermögen.


    Worum es geht

    Die Lose

    • Von 12-mm-„Pfauentränen“ bis zu seltenen 18-mm-Mitternachtsperlen

    Die Zukunft

    • Eine Fünf-Auktionen-Offensive bis 2013 mit 2 Millionen Perlen

    Der Kampf

    • Der Beweis, dass Tahitis „schwarzes Gold“ chinesische Süßwasserperlen überstrahlt

    Die Akteure

    Die alte Garde

    • Japanische Händler mit 40 Jahren Branchenkontakten

    Das neue Geld

    • Thailändische Großhändler auf der Jagd nach Statement-Schmuck

    Die Wildcards

    • Tech-Ehefrauen aus Silicon Valley auf der Suche nach Trophäen

    Warum das wichtig ist

    Dies ist kein Handel – es ist ein Kulturkampf. Jede Perle, die für 2.800 XPF/Gramm verkauft wird, erhält:

    • 17 Atoll-Gemeinschaften
    • Drei Generationen transplantierten Wissens
    • Den Mythos polynesischen Luxus

    Termine zum Merken

    August 2012: Die „Monsun-Auktion“ – wenn Hongkongs Tiger zuschlagen

    Q1 2013: Die „Gauguin-Kollektion“ – kunstinspirierte Lose

  • Tahiti geht hart gegen den illegalen Perlenhandel vor: Zoll und Regierung starten große Durchsetzungsaktion

    Neue Maßnahmen gegen betrügerische Kernimporte und illegale Perlenproduktion

    In einer entschlossenen Aktion zum Schutz der französisch-polynesischen Perlenindustrie haben Meeresressourcenminister Temauri Foster und der neu ernannte Regionalzolldirektor Franck Testanière eine territoriumsweite Kampagne gegen illegale Perlenzuchtpraktiken angekündigt, die die Integrität des Sektors bedrohen.


    Schlüsselmaßnahmen der Durchsetzung

    🔹 Ausweitung der Überwachung

    • Flughafenkontrollen: Verstärkte Röntgenscanner zum Aufspüren von Plastikkernen im Gepäck
    • Atoll-Inspektionen: Mobile Zolleinheiten überwachen abgelegene Perlenfarmen

    🔹 Bekämpfung des Kernschmuggels

    • Verbot von Riesenmuschel-Kernen (nicht konform mit polynesischen Standards)
    • Hohe Geldstrafen für die Verwendung von Plastikkernen (bis zu 10 Mio. XPF/≈84.000 € pro Verstoß)

    Warum das wichtig ist

    💰 Wirtschaftlicher Schutz

    • Tahiti-Perlen machen 65% der polynesischen Luxusexporte aus
    • Betrügerische Praktiken haben die Preise seit 2015 um 30% gedrückt

    🌊 Ökologische Sicherung

    • Illegale Kerne schädigen die Überlebensrate der Austern (↓40% bei minderwertigen Materialien)
    • Plastikmüll aus gefälschten Kernen verschmutzt UNESCO-geschützte Lagunen

    Reaktionen der Branche

    „Endlich echte Durchsetzungskraft für unsere Vorschriften“, sagt Manaarii Z., Perlenfarmer aus Rikitea. „Das wird Käufer zwingen, faire Preise für echte Perlen zu zahlen.“

    Zolldirektor Testanière warnt: „Wir setzen sonarausgestattete Boote ein, um verdächtige Aktivitäten auf den Atollen zu verfolgen – für Schmuggler gibt es keine Schatten mehr.“


    Über Perlen hinaus: Vereinfachung für die Fischerei

    Die Initiative verspricht auch:
    Bürokratieabbau für Exporte von Langleinenfischerei
    „Grüne Spur“ für konforme Meeresfrüchtehändler

  • „Poe Maohi“ – Tahitis Perlenjubiläum: Eine goldene Feier zum 50-jährigen Bestehen

    Französisch-Polynesien feiert 50 Jahre Tahiti-Perlenzucht mit „Poe Maohi“ (Die Seele von Tahitis Perle)

    Ein wegweisendes Event vereint kulturelles Erbe, Luxuskommerz und visionäre Innovation im Sofitel Punaauia.


    Die Säulen der Veranstaltung

    💎 Kulturelles Eintauchen

    • 18-Meter-Zeitleiste (vom 17. Jahrhundert bis heute)
    • VR-Erlebnis „Von den Lagunen zum Luxus“ – Tauche ein in die Evolution der Perlenzucht
    • Seltene Artefakte: Erste Transplantationswerkzeuge vom Hikueru-Atoll (1961)

    💎 Schmuck-Spektakel

    • 30+ polynesische Designer präsentieren exklusive Kollektionen
    • Pop-up-Atelier: Live-Handwerkskunst – vom Rohperlenschmuck zum Unikat

    💎 Perlen-Olympiade

    Wettbewerb „Die schönste Perle“ – Bewertungskriterien:

    • Glanz (Spiegel-Helligkeitsstandard)
    • Farbe (von Pfauengrün bis Mitternachtssilber)
    • Oberflächenperfektion (10-fache Vergrößerung)

    💎 Gala-Abend (4. Dezember)

    • Wohltätigkeitsauktion für die Bildung von Atoll-Jugendlichen
    • Modenschau mit Perlen in tahitianischer Haute Couture
    • Premiere des 50-Jahre-Retrospektiv-Dokumentarfilms

    Warum das wichtig ist

    Wirtschaftlicher Impuls – Erwarteter Umsatz: 500 Mio. XPF (≈4,2 Mio. €)
    Nachwuchsförderung – Workshops zu nachhaltiger Perlenzucht für Schüler
    Globale Positionierung – Internationale Käufer aus Japan, EU und dem Nahen Osten

  • Tahiti-Perlenindustrie in der Krise: Preise sinken 2010 auf historische Tiefststände

    ISPF-Bericht enthüllt systemische Herausforderungen für Polynesiens „Schwarzes Gold“

    Die neuesten Daten des französisch-polynesischen Statistikinstituts (ISPF) zeichnen ein düsteres Bild für die Perlenindustrie im Jahr 2010: Die Durchschnittspreise stürzten auf ein Viertel des Wertes von 2000 – ein Abwärtstrend, der das Überleben des Sektors bedroht.


    In Zahlen: Ein Jahrzehnt des Niedergangs

    📉 Preisverfall

    • 2000: 2.200 FCFP/Gramm (≈18,40 €)
    • 2010: 460 FCFP/Gramm (≈3,85 €)
    • 5-Jahres-Rückgang: Umsatzverlust von 33% seit 2006

    📦 Überproduktionskrise

    • Exportvolumen seit 2006 verdoppelt
    • Angebot übersteigt globale Nachfrage
    • Qualitätsverfall verschärft Preiszerfall

    Ursachen des Zusammenbruchs

    1️⃣ Qualitätsverlust

    • Dünnere Perlmuttschichten (<0,8 mm) überschwemmen den Markt
    • Fehlende standardisierte Klassifizierung begünstigt Fälschungskonkurrenz

    2️⃣ Machtungleichgewicht

    • Zwischenhändler behalten 60–70% der Marge, während Farmer verdrängt werden
    • Keine kollektive Verhandlungsmacht bei internationalen Auktionen

    3️⃣ Vermarktungsversagen

    • Maison de la Perle (gegr. 2010) liefert noch keine wirksame Marketingstrategie
    • Tahiti-Perlen verlieren Regalplatz an australische und indonesische Konkurrenz

    Die Industrie am Scheideweg

    Dringende Maßnahmen nötig, um den Kollaps zu verhindern:
    Produktionsquoten, um das Angebot zu stabilisieren
    Blockchain-Rückverfolgbarkeit, um Premiumqualität zu zertifizieren
    Farmer-Kooperativen, um Preisgestaltungsmacht zurückzugewinnen

    „Wir verkaufen unseren nationalen Schatz zu Souvenirpreisen“, warnt ein anonym gebliebener Perlenzüchter aus Manihi.


    Historischer Kontext

    • 2007: Höchststand bei 2.200 FCFP/Perle
    • 2010: Krisenpunkt – 80% der Farmen arbeiten mit Verlust
    • Parallelen zu 2024: Aktuelle Reformen erinnern an Warnungen von 2010 über Qualitätskontrolle

    Weg nach vorn

    Der ISPF fordert sofortige Maßnahmen, um:
    Mindeststandards für Perlmuttdicke durchzusetzen
    Märkte zu diversifizieren (China, Indien)
    Produktion an die Nachfrage anzupassen