Autor: sandrine@perle-de-tahiti.com

  • Nationaler Fischereidirektor besucht Tahiti’s Pearl House: Ein Schlaglicht auf polynesische Exzellenz

    Philippe Mauguin erkundet Qualitätskontrollprozesse & feiert lokale Perlen-Expertise

    Bei einem hochrangigen Besuch, der die strategische Bedeutung der französisch-polynesischen Perlenindustrie unterstreicht, besichtigte Philippe Mauguin, Frankreichs nationaler Fischereidirektor, die Maison de la Perle und Qualitätskontroll-Einrichtungen in Paofai. Begleitet von Temauri Foster, Minister für Meeresressourcen, tauchte die Delegation in die strengen Prozesse ein, die den weltweiten Ruf tahitianischer Perlen sichern.


    Höhepunkte des Besuchs

    1. Polynesische Schätze im Fokus

    • Mauguin begutachtete Finalisten des Meherio 2024-Wettbewerbs – außergewöhnliche Perlen, die die Spitzenleistung lokaler Handwerkskunst repräsentieren.
    • Beobachtung der natürlichen Farbvielfalt (Pfauengrün, Aubergine, Silber), die tahitianische Perlen einzigartig macht.

    2. Hinter den Kulissen: Die Kunst der Perlenklassifizierung

    Geleitet von Jessica Champs, Leiterin der Sortierung & Klassifizierung:
    5-stufiges Sortiersystem nach Form, Größe und Oberflächenperfektion
    ✔ Demonstration des „Spiegeltests“ zur Glanzbewertung

    3. Wissenschaft trifft Tradition in der Qualitätskontrolle

    Mit Vaihere Mooria, Qualitätskontroll-Managerin:
    🔬 Röntgenprüfung für mindestens 0,8 mm Perlmuttdicke (globaler Exportstandard)
    📊 Digitale Rückverfolgbarkeit zur Bekämpfung von Fälschungen

    „Ihre Qualitätskontrollen stehen denen von Diamant-Zertifizierungslaboren in nichts nach“, bemerkte Mauguin während des Rundgangs.


    Nächste Station: Rangiroas Ausbildungszentrum für Perlenzucht

    Die Delegation wird:

    • Schüler des Nacre and Pearl Trade Center (CMNP) treffen
    • EU-finanzierte Berufsprogramme besprechen
    • Aktive Perlenfarmen besichtigen, um nachhaltige Transplantat-Techniken zu beobachten

    Warum dieser Besuch wichtig ist

    🌏 Nationale Anerkennung: Bestätigt Perlen als strategische Industrie in Übersee-Frankreich
    💎 Qualitätssicherung: Validert Polynesiens Anti-Betrugsmaßnahmen für Luxusmärkte
    🤝 Politik-Synergien: Stärkt die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Polynesien für wettbewerbsfähigere Exporte

    „Es geht hier nicht nur um Perlen – sondern um den Erhalt eines Ökosystems, das unsere Inseln trägt“, betonte Minister Foster.

  • Tahiti krönt seine Perlenkönigin bei den Feierlichkeiten zum Goldenen Jubiläum

    Tahiti krönt seine Perlenkönigin bei den Feierlichkeiten zum Goldenen Jubiläum

    50 Jahre Zuchtperlen: Prestigeträchtiger Wettbewerb & Publikumsvoting feiern das Jubiläum

    Papeete, 30. November – 4. Dezember 2024 – Die Maison de la Perle verwandelt das Sofitel Tahiti in ein Paradies für Perlenliebhaber und präsentiert anlässlich ihres goldenen Jubiläums den begehrten Wettbewerb „Die schönste Zuchtperle“. Das fünftägige Event vereint Luxus, Geschichte und polynesisches Handwerk.

    Das Kronjuwel: Zweistufiger Wettbewerb

    👑 Phase 1 – Expertenauswahl (30. Nov. – 2. Dez.)

    • Lokale Käufer (Juweliere/Händler) nominieren die Top 3 Perlen in 5 Formkategorien
    • Bewertungskriterien: Farbtiefe, Oberflächenqualität, Größe (min. 12 mm), Glanzintensität

    👑 Phase 2 – Publikumsvoting (3.–4. Dez.)

    • Besucher und Online-Teilnehmer bestimmen den Gesamtsieger
    • Die Gewinnerperle wird in globalen Werbekampagnen 2025 im Mittelpunkt stehen

    Jubiläums-Highlights

    Historische Ausstellung

    • 18-Meter-Zeitleiste mit 400 Jahren Perlen-Geschichte
    • Seltene Archivaufnahmen der ersten polynesischen Perlenveredelung (1961)

    Juwelenschau

    • 30+ polynesische Designer präsentieren exklusive Kollektionen
    • Pop-up-Verkäufe in der Hotelhalle & im Paevai-Saal

    Gala-Abend (4. Dez.)

    • Wohltätigkeitsauktion für die Bildung von Atoll-Jugendlichen
    • Modenschau mit Perlen-besetzter Haute Couture

    Warum das wichtig ist

    🔹 Qualitätsmaßstab: Stärkt den Luxusstatus tahitianischer Perlen im Wettbewerb
    🔹 Wirtschaftlicher Impuls: Erwartete Direktverkäufe von 200 Mio. XPF (≈1,7 Mio. €)
    🔹 Nachwuchsförderung: VR-Stationen lassen Besucher virtuell in Perlenfarmen „eintauchen“

    „Dies ist nicht nur ein Wettbewerb – es ist eine Wiedergeburt unseres Perlen-Erbes“, sagt [Name], Direktor der Maison de la Perle.

    Besucherinfos: Eintritt frei | Voting unter TahitiPearl50.pf

    Tahiti Crowns Its Pearl Queen at Golden Jubilee Celebrations

  • Französisch-Polynesien schmiedet eine strategische Allianz mit der CIBJO, um den Stellenwert von Tahiti-Perlen weltweit zu erhöhen

    Minister Temauri Foster trifft Führung der Welt-Juwelier-Konföderation zur Festlegung von Branchenstandards

    In einem entscheidenden Schritt für Polynesiens Perlensektor führte der Minister für Meeresressourcen, Temauri Foster, hochrangige Gespräche mit Gaetano Cavalieri, Präsident der Welt-Juwelier-Konföderation (CIBJO), während dessen Privatbesuch in Französisch-Polynesien. Dieses Treffen markiert einen wichtigen Schritt zur internationalen Anerkennung der Tahiti-Perlen als Goldstandard der Zuchtperlen.

    Warum die CIBJO-Partnerschaft wichtig ist

    🔹 UN-anerkannte Autorität: CIBJO setzt durch ihre „Blue Books“ globale Standards für Edelsteine – die Bibel der Branche für Diamanten, Edelmetalle und Perlen.
    🔹 Historische Verbindungen: Französisch-Polynesien leitete früher die CIBJO-Perlenkommission durch die ehemalige Führung der Perles de Tahiti GIE.
    🔹 Markteinfluss: Kontrolliert 80 % der globalen Schmuckhandelsvorschriften, was Preise und Echtheitszertifikate betrifft.

    Vorgeschlagene Schlüsselinitiativen

    1️⃣ Tahiti-Perlen-Klassifizierungssystem

    • Entwicklung eines geografisch spezifischen Bewertungsstandards (Farbe, Glanz, Perlmuttdicke)
    • Bekämpfung von Fälschungen, die asiatische Märkte überschwemmen

    2️⃣ CIBJO-Kongress in Tahiti

    • Präsentation von Perlenfarmen vor über 500 internationalen Juwelieren und Gemmologen
    • Positionierung Polynesiens als Epizentrum der Perleninnovation

    3️⃣ Globale Fachausbildung

    • CIBJOs CSR-Netzwerk veranstaltet Meisterkurse zur Bewertung von Tahiti-Perlen

    Minister Fosters Vision

    „Diese Zusammenarbeit wird unsere Perlen als ‚Champagner der Schmuckwelt‘ etablieren – ein Produkt, dessen Herkunft Exzellenz garantiert.“

    Die Maison de la Perle plant, CIBJOs Einfluss zu nutzen für:
    Steigerung der Exportpreise um 15–20 % durch zertifizierte Premium-Positionierung
    Vereinfachte Qualitätskontrollen mittels KI-gestützter Perlmuttdickenmessung
    Einführung eines „Tahiti-Perlen-Siegels“ für konforme internationale Händler

    Branchenweite Auswirkungen

    Polynesien: Stärkung der „Blauen Wirtschaft“ mit Perlen als ökologische Botschafter

    Züchter: Höhere Gewinnspannen durch direkten Zugang zu CIBJOs 45-Länder-Netzwerk

    Juweliere: Garantierte Echtheit für High-End-Kunden

  • „Tahiti-Perle: Vom Ozean zum Juwel“ – Eine interaktive Ausstellung im CESC

    Der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrat (CESC) präsentiert eine bahnbrechende Bildungsausstellung zur Feier der Tahiti-Perlen, organisiert von Perlenzüchterverbänden. Diese kostenlose öffentliche Veranstaltung enthüllt die 500 Millionen Jahre alte Naturgeschichte des Edelsteins sowie sein 50-jähriges Kultivierungserbe als wichtigstes Exportgut Französisch-Polynesiens.

    Höhepunkte der Ausstellung

    🔹 Reise durch die Zeit

    • Interaktive Exponate zur Entwicklung des Perlmutts – von prähistorischen Weichtieren bis zum modernen Luxusgut
    • Seltenes Archivmaterial der ersten Perlenverpflanzungen (1961) auf dem Hikueru-Atoll

    🔹 Wissenschaft trifft Kunst

    • Live-Demonstrationen der Perlenklassifizierung durch Meistersortierer
    • „Perlen-Labor“ mit Röntgen-Dickenmessungen der Perlmuttschicht (Mindeststandard: 0,8 mm)

    🔹 Wirtschaftliche Weggabelungen

    Erfolgsgeschichten junger Perlen-Startups

    Echtzeit-Datenboards zu Perlenpreisschwankungen

  • Die neue Welle der Perlenzucht: Junge Polynesier tauchen in die Industrie ein

    Neue Generation entdeckt die Perlenzucht trotz Branchenherausforderungen

    Rangiroa, Französisch-Polynesien – Als Zeichen der anhaltenden Anziehungskraft des Sektors haben sich 12 junge Arbeitssuchende für das spezialisierte Perlenzuchtprogramm des Nacre and Pearl Trade Center (CMNP) für die Saison 2024/2025 eingeschrieben. Die von FPS Formation in Zusammenarbeit mit dem Perlenministerium und der Maison de la Perle organisierte Ausbildung unterstreicht die Bedeutung der Perlenzucht als kulturelles Erbe und wirtschaftliche Lebensader.

    Das praxisnahe Ausbildungsprogramm

    🔹 Learning by Doing: Die Teilnehmer besuchten das Qualitätskontrolllabor der Maison de la Perle und lernten:

    • Röntgendickenmessung (Mindestanforderung: 0,8 mm Perlmuttschicht)
    • Klassifizierung nach Farbe, Glanz und Oberflächenqualität
    • Exportzertifizierungsprozesse

    🔹 Unterstützung von höchster Stelle: Minister Temauri Foster rief den Nachwuchs aus Neukaledonien dazu auf, „Fachwissen, harte Arbeit und Durchhaltevermögen“ als Schlüssel zum Erfolg zu verstehen.

    🔹 Karrierechancen: Von der Austernaufzucht bis zur Meisterveredelung – Spitzenkräfte verdienen bis zu 15.000 XPF/Tag (≈125 €).

    Warum das wichtig ist

    Wirtschaftliche Belebung: 23 Auszubildende am CMNP zeigen das Vertrauen der Jugend in die Branche.
    Qualitätssicherung: Strenge Standards bekämpfen Fälschungen, die Tahitis Marke schaden.
    EU-geförderte Zukunft: Das CMNP wird vom 5. Europäischen Entwicklungsfonds finanziert.

    „Wir lernen nicht nur einen Beruf – wir bewahren Polynesiens ‚schwarzes Gold‘“, so ein 22-jähriger Teilnehmer.

    Herausforderungen & Chancen

    • Marktvolatilität: Weltweite Perlenpreise schwanken weiterhin.
    • Innovationsbedarf: Nachhaltige Zuchtmethoden werden priorisiert.
    • Unternehmergeist: 30 % der Absolventen gründen eigene Farmen.

    Nächste Schritte: Die Auszubildenden absolvieren ein 400-stündiges Praktikum auf aktiven Perlenfarmen vor dem Abschluss.

  • Tahitis Perlenfarmer schlagen einen unabhängigen Weg ein: Eine neue Ära für Auktionen

    Historische Abkehr von der Maison de la Perle nach Rekordverkäufen von 363 Mio. XPF

    In einer beispiellosen Wende erklärten Tahitis Perlenzüchter ihre Unabhängigkeit von der staatlichen Maison de la Perle – unmittelbar nach ihrer zweiten erfolgreichen Auktion 2024 mit einem Umsatz von 363 Millionen XPF (≈3 Mio. €) durch 278 verkaufte Lose.

    Der Bruch: Warum die Züchter eigene Wege gehen

    1. Ablehnung „veralteter“ Sortierstandards
    Die fünf wichtigsten Produzentengruppen – GIE Poe o Rikitea, GIE Raromatai, GIE Poe o Tahiti Nui, GIE Manihi und SPMPPF – kritisieren das Klassifizierungssystem der Maison de la Perle als „überholt und auktionsuntauglich“. Ihre direkten Käuferbeziehungen ermöglichten marktgerechtere Preise.

    2. Vorwürfe institutionellen Versagens

    • Bevorzugungsvorwürfe: Die Pearl House bevorzuge Kooperationen mit Citizen gegenüber der japanischen Tahitian Pearl Promotion Society (TPJ) – ein Hauptabnehmer, der aus Protest jüngste Auktionen boykottierte.
    • Promotionspannen: Die Place Vendôme-Ausstellung (Mai 2024) wird als „desaströser Fehltritt“ bezeichnet, der Branchenprofis vergrämt habe.

    3. Ministerielle Gegenreaktion
    SPMPPF-Vertreter Georges Mataoa erklärte unverblümt:
    „Die Pearl House versteht Auktionsrealitäten nicht. Wir arbeiten direkt mit Käufern – sie nicht.“

    Branche am Scheideweg

    Die Revolte spiegelt tiefere Konflikte wider:
    🔹 Autonomie vs. Zentralisierung: Züchter fordern Kontrolle über Preise und Vermarktung.
    🔹 Marktrealitäten: Der TPJ-Boykott zeigt Risiken der Entfremdung wichtiger Abnehmer.
    🔹 Politische Folgen: Minister Temauri Foster steht unter Druck, die Pearl House zu reformieren – oder abzuschaffen.

    „Wir haben bewiesen, dass wir keine Mittelsmänner brauchen“, so ein Rikitea-Züchter. „Unsere Perlen, unsere Regeln.“

  • Madame Raymonde Raoulx unterstützt Perlenfarmer bei der internationalen Tahiti-Perlenauktion

    CESC-Präsidentin betont Branchenresilienz bei unsubventionierter Verkaufsveranstaltung

    In einer deutlichen Solidaritätsbekundung für Polynesiens Perlenindustrie nahm Madame Raymonde Raoulx, Präsidentin des Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrates (CESC), an der zweiten internationalen Perlenauktion des Jahres teil, veranstaltet vom GIE Poe O Rikitea im Sofitel Maeva Beach. Die Veranstaltung präsentierte Erträge von über 40 Perlenzüchtern der Tuamotu- und Gambier-Archipele, vereint unter fünf Wirtschaftsinteressengemeinschaften (GIEs).

    Höhepunkte der Auktion

    • 392 Lose mit einem Gesamtwert von geschätzten 450 Millionen XPF (≈ 3,8 Mio. €)
    • Internationale Käufer aus Japan, den USA, Hongkong, Kanada, Hawaiʻi und Frankreich
    • Highlight: Eine 18-mm-Halbrundperle der Kategorie C aus Rikitea mit seltenem rot-grünem Schillern, die Sammler in Begeisterung versetzte

    Wirtschaftliche Auswirkungen & Autonomie

    💎 Selbstfinanzierter Erfolg: Ohne öffentliche Subventionen wurden an zwei Tagen über 300 Millionen XPF (≈ 2,5 Mio. €) umgesetzt
    💎 Umsatz am 1. Tag: 126 Millionen XPF (≈ 1 Mio. €)
    💎 Steuereinnahmen: Rund 20 Millionen XPF (≈ 168.000 €) für Französisch-Polynesiens Staatskasse

    In Begleitung von Georges Mataoa (CESC-Vertreter der Perlenproduzenten) betonte Raoulx:
    „Diese Auktion beweist, dass unsere Züchter auch ohne staatliche Vermittlung global konkurrenzfähig sind. Ihr gemeinschaftlicher Einsatz erhält einen lebenswichtigen Wirtschaftszweig.“

    Die Branche am Scheideweg

    Die Veranstaltung unterstrich:
    Eigenverantwortung der Züchter: GIEs umgehen traditionelle Kanäle wie die Maison de la Perle
    Marktnachfrage: Stabile Preise trotz globaler Luxusflaute
    Kulturerbe: Bewahrung der polynesischen Perlentradition durch direkten Handel

    „Diese Verkäufe sind mehr als Transaktionen – sie sind Lebensadern für unsere Atollgemeinden“, merkte ein Rikitea-Züchter an.

  • Wachsende Spannungen zwischen Perlenfarmern und Regierung wegen Auktionen

    Konflikt um Veranstaltungsort und Finanzierung eskalert

    Ein schwelender Streit zwischen Perlenzüchtern und der Regierung Französisch-Polynesiens ist nach der Verweigerung des ehemaligen Präsidentengebäudes für eine Perlenauktion vom 6. bis 8. August 2024 eskaliert. Die Entscheidung hat fünf Wirtschaftsinteressengemeinschaften (GIEs) von Perlenzüchtern verärgert und zu einer scharfen Replik von Meeresressourcenminister Temauri Foster geführt.

    Kern des Konflikts

    🏛️ Verweigerter Veranstaltungsort: Die GIEs werfen der Regierung vor, ihre Auktion zu behindern, indem sie den Zugang zum historischen Präsidentenpalast in Papeete verweigert.

    🛡️ Regierungsargumente: Foster behauptet, die GIEs hätten Partnerschaftsangebote der staatlichen Vermarktungsagentur Maison de la Perle abgelehnt.

    💰 Finanzstreit: Die Züchter werfen der Regierung Missmanagement öffentlicher Gelder vor, während diese betont, ihr Budget liege bei 80 Millionen XPF/Jahr – nicht bei den von Kritikern genannten 200 Millionen XPF/Monat.

    Minister Fosters Gegenargumente

    • „Desinformationskampagne“: Er verurteilt die GIEs wegen „falscher Behauptungen“ über die Finanzen der Maison de la Perle.
    • Historischer Kontext: Die Anlaufkosten 2009 (213 Mio. XPF) wurden teilweise von der staatlichen Edelsteinbehörde DGDE getragen.
    • Boykott der Züchter: Dissidenten-GIEs seien aus dem Vorstand der Maison de la Perle ausgetreten und strebten nun deren Auflösung an.

    Branchenweite Spannungen

    Der Konflikt folgt auf eine „wilde Auktion“ der GIEs im April 2024 in Pirae, bei der über 150.000 Perlen ohne Unterstützung der Maison de la Perle verkauft wurden. Diese unabhängige Aktion – und der aktelle Streit – verdeutlichen:

    • Schwindendes Vertrauen in die zentralisierte Vermarktung
    • Machtkampf um die Kontrolle der Marke „Schwarzes Gold Tahitis“
    • Wirtschaftlicher Druck durch schwankende Perlenpreise

    Was kommt als Nächstes?

    • Die GIEs könnten ihre August-Auktion verlegen – mit Risiko geringerer Sichtbarkeit.
    • Die Regierung könnte unabhängige Verkäufe stärker regulieren.
    • Die Maison de la Perle steht vor Legitimitätsproblemen, falls weitere Züchter austreten.
  • Tuamotu-Gambier-Atolle setzen auf Innovation und lokale Dienstleistungen

    Regierungsdelegation bereist Arutua, Apataki und Kaukura zur Stärkung von Vernetzung und wirtschaftlicher Diversifizierung

    Vom 23. bis 25. Mai 2011 besuchte eine hochrangige Delegation – bestehend aus dem Administrator von Tuamotu-Gambier, Vertretern der Subdivision, GSMA (Mobile Innovation), JDC (Defense and Citizenship Day) und DRCL (Zivilstandsamt) – die Atolle Arutua, Apataki und Kaukura. Diese Mission markierte den ersten offiziellen Besuch des Administrators in Arutua und unterstrich die Bemühungen, staatliche Dienstleistungen näher an die abgelegenen Inselgemeinden zu bringen.

    Schlüsselinitiativen & Durchbrüche

    1. Mobile Einheit für biometrische Pässe (DRCL)

    • 15 Einwohner reichten vor Ort Passanträge ein und sparten sich teure Reisen nach Papeete.
    • Erfolgreicher Einsatz des mobilen Kits ebnet den Weg für erweiterte E-Government-Dienste in entlegenen Gebieten.

    2. Verteidigungs- und Bürgertag (JDC) – Eine Premiere für die Tuamotus

    • 40 Jugendliche absolvierten ihren verpflichtenden JDC erstmals lokal, ohne nach Tahiti reisen zu müssen.
    • Modernes, interaktives Format zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements.

    3. Jugendausbildung & digitale Integration (GSMA)

    • Workshops vermittelten mobile Technologien und berufliche Fähigkeiten.
    • Herausforderungen bleiben aufgrund geringer Kenntnisse über Verwaltungsabläufe.

    4. Perlenindustrie & wirtschaftliche Diversifizierung

    • Gespräche mit Perlenzüchtern zu Branchenherausforderungen.
    • Neue Agrarvorhaben signalisieren Wandel hin zu Resilienz:
      • Arutua: Wiederaufbau einer Kokospalmen-Baumschule
      • Kaukura: Pilotprojekt für ökologischen Vanilleanbau

    Bedeutung der Mission

    Abbau von Ungleichheit: Vor-Ort-Services reduzieren Kosten und Wartezeiten.
    Jugendförderung: Lokale JDC-Teilnahme stärkt nationale Zugehörigkeit.
    Wirtschaftliche Anpassung: Perlenzüchter erkunden Alternativen in schwierigem Marktumfeld.

    „Diese Mission beweist, dass Innovation nicht nur urbanen Zentren vorbehalten ist – sie ist entscheidend für die Zukunft unserer Atolle“, so der Administrator von Tuamotu-Gambier.

    Nächste Schritte

    • Ausweitung mobiler Verwaltungsdienste auf weitere Inseln.
    • Hochskalierung landwirtschaftlicher Pilotprojekte zur Verringerung der Abhängigkeit von der Perlenzucht.
    • Verbesserung digitaler Kompetenzen zur Überwindung bürokratischer Hürden.

  • Die schwarze Perle aus Tahiti steht im Mittelpunkt der spektakulären Jubiläumsausstellung am Place Vendôme

    Eine Jubiläumsfeier, die Kunst, Erbe und Luxus vereint

    Paris, 15. Mai – 5. Juni – Die Maison de la Perle präsentiert eine einzigartige Open-Air-Ausstellung auf dem Place Vendôme anlässlich des 50. Jahrestags der ersten erfolgreichen Perlenveredelung durch Jean-Marie Domard im Jahr 1961 auf dem Hikueru-Atoll. Die Installation umfasst:

    Das Highlight der Ausstellung

    💎 Eine monumentale Perlenkette mit 3 Meter großen „Perlen“
    📸 Jede zeigt preisgekrönte Fotografien von Thierry Bouët
    🌐 Kuratiert als Reise der Perlen – von polynesischen Lagunen zum globalen Luxus

    Strategische Luxus-Partnerschaften

    • Cartier und Mauboussin gestalten exklusive Schaufenster mit Tahiti-Perlen
    • Gala-Eröffnung am 18. Mai mit Frankreichs Kulturminister Frédéric Mitterrand
    • Investition von 22 Millionen XPF (≈ 184.000 €) in kulturelle Diplomatie

    Kontroverse & Kritik

    Während Behörden die Veranstaltung als Marketing-Durchbruch feiern:
    ⚠️ Lokale Perlenzüchter hinterfragen den Return on Investment der 22 Mio. XPF
    ⚠️ Debatten über direkte Branchenförderung vs. Markenbekanntheit

    „Dies ist nicht nur eine Ausstellung – es ist ein Statement, dass Tahiti-Perlen zum Luxus-Olymp gehören“, betont Ingrid Izquierdo, Direktorin der Maison de la Perle.

    Weltweite Roadshow geplant

    Nach Paris soll die Ausstellung touren:
    🗼 Tokio (Herbst 2024)
    🎭 Monaco (2025)
    🗽 New York (2025)

    Besucherinfo:

    • Täglich kostenlos zugänglich
    • Beleuchtung ab 20 Uhr

    Branchenhinweis:
    Parallele Business-Foren verbinden polynesische Produzenten mit internationalen Käufern.