Ein kürzlich abgehaltener Perlenzucht-Seminar in Polynesien befasste sich mit einer entscheidenden Frage für die Zukunft der Branche: dem Schutz der Lagunen.
Die Regierung kündigte ihre Unterstützung für die Einrichtung eines Systems zur Rückführung von Abfällen aus der Perlenzucht an, betonte jedoch, dass sie sich nicht direkt an Unterwasserreinigungsarbeiten beteiligen werde. Diese Verantwortung liege bei den Perlenzüchtern.
Tearii Alpha, Minister für die Blaue Wirtschaft, unterstrich, dass die Perlenzüchter als Nutznießer der Industrie für die Wasserqualität der Lagunen verantwortlich seien. Zwar sagte die Regierung logistische Unterstützung bei der Abfallbewirtschaftung zu, doch die praktische Durchführung der Unterwasserreinigung liege bei den Fachleuten, um die Lagunen zu schützen und eine nachhaltige Entwicklung der Branche zu gewährleisten.
Die Gesundheit der Lagunen wird immer entscheidender für die Zukunft der Perlenzucht, insbesondere da Umweltprobleme – vor allem die Verschmutzung durch Mikroplastik – das Überleben der Perlaustern bedrohen. Neu eingerichtete Managementkomitees sollen die Situation überwachen und die Reinigungsmaßnahmen koordinieren.
Die Regierung betonte zudem die Notwendigkeit nachhaltiger Lösungen zur Bewältigung der Abfälle aus der Perlenzucht und forderte mehr Transparenz in diesem Bereich. Tearii Alpha hob die Dringlichkeit zum Handeln hervor, wies aber gleichzeitig auf die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen hin, um Qualität und Verantwortung in der Branche sicherzustellen.
Im Anschluss an das Seminar wurden mehrere Entscheidungen getroffen, um die Vorschriften für die Perlenzucht neu zu regeln: ein Stopp für neue Konzessionen, eine Obergrenze von 2.500 Perlen pro Hektar zur Vermeidung von Überproduktion, die Förderung des Verkaufs durch Auktionen sowie eine stärkere Unterstützung lokaler Arbeitskräfte auf den Inseln. Diese Maßnahmen sollen in den kommenden regulatorischen Reformen verankert werden.