Autor: sandrine@perle-de-tahiti.com

  • Perlen-Forum: Der amerikanische Gemologe Étienne Perret feiert die einzigartige Schönheit der Tahiti-Perlen

    Das Perlenforum, das in der CCISM in Papeete stattfand und heute zu Ende geht, war geprägt von der begeisterten Teilnahme des renommierten amerikanischen Gemmologen Étienne Perret. Als anerkannter Spezialist und leidenschaftlicher Bewunderer tahitianischer Perlen teilte der erfahrene Juwelier seine Faszination für dieses ikonische Juwel und betonte gleichzeitig die Notwendigkeit, seinen Wert auf internationalen Märkten besser zu vermarkten.


    Interview mit Étienne Perret

    Was hat Sie nach Tahiti und zum Perlenforum geführt?
    „Dies ist mein erster Besuch in Tahiti, und ich bin überwältigt von der Schönheit des Landes. Für mich ist es essenziell, die Herkunft der Materialien, mit denen ich arbeite, zu verstehen. Den Produktionsprozess kennenzulernen und daran teilzuhaben, ist weitaus lohnender, als sich nur auf Verkaufszahlen zu konzentrieren.“

    Seit wann arbeiten Sie mit Perlen?
    „Ich begann 1974 mit der Schmuckherstellung, hauptsächlich mit kleinen japanischen Perlen. Damals waren tahitianische und südostasiatische Perlen noch relativ unbekannt.“

    Warum entscheiden Sie sich für tahitianische Perlen?
    „Perlen haben mich schon immer fasziniert. Anfangs waren tahitianische Perlen aufgrund ihrer hohen Kosten unerreichbar. Als mein Geschäft wuchs und die Preise stabiler wurden, wähle ich sie heute wegen ihrer Farbvielfalt aus und passe sie den Entwürfen und Vorlieben meiner Kunden an.“

    Worauf lag der Fokus Ihrer Präsentationen beim Perlenforum?
    „Ich habe Strategien für den Verkauf von Perlenschmuck auf dem US-Markt vorgestellt, einschließlich Vertriebskanälen und deren Vor- und Nachteilen. Mein zweiter Vortrag befasste sich mit der Konkurrenz – wie tahitianische Perlen als erste Wahl für Schmuckkäufer positioniert werden können.“

    Ist die Konkurrenz durch andere Perlen eine Bedrohung?
    „Ja, insbesondere chinesische Perlen beeinflussen die Verkäufe. Angesichts der hohen Produktionskosten in Tahiti und der komplexen Exportvorschriften ist es eine Herausforderung, global wettbewerbsfähig zu bleiben.“

    Was ist Ihre Botschaft an die Fachleute der Perlenindustrie in Polynesien?
    „Verkauft weiterhin den tahitianischen Traum – eine Anziehungskraft, die über Generationen aufgebaut wurde. Die Bewerbung Polynesiens ist entscheidend, um das Image und die Nachfrage nach tahitianischen Perlen zu stärken. Es ist auch wichtig, jüngere Generationen zu begeistern und Tahiti in ihrer Vorstellungswelt und ihrem Alltag zu verankern.“

  • Neuer Praxisleitfaden unterstützt polynesische Perlenzüchter bei der nachhaltigen Zucht von Perlmuscheln

    Unter der Leitung von Professorin Nabila Gaertner-Mazouni wurde ein umfassender und praxisnaher Leitfaden entwickelt, um die Perlenausternzucht in Französisch-Polynesien zu unterstützen. Dieses Gemeinschaftsprojekt, das in Zusammenarbeit mit zahlreichen wissenschaftlichen Partnern entstand, markiert einen bedeutenden Fortschritt bei der Wissensvermittlung an Perlenzüchter.

    Gaertner-Mazouni, Professorin für Meeresökologie an der Universität von Französisch-Polynesien und Forscherin am gemeinsamen Forschungslabor „Ökosysteme pazifischer Inseln“ (UMR-EIO), betont, dass es das Ziel war, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich und direkt umsetzbar aufzubereiten.

    Das Ergebnis mehrjähriger Arbeit im Rahmen des vom französischen Forschungsfonds ANR finanzierten Polyperl-Programms würdigt nicht nur die gemeinschaftlichen Anstrengungen, sondern bietet den aktiv beteiligten Perlenzüchtern auch konkrete Handlungshilfen.

    Der Leitfaden ist in etwa dreißig praktische Factsheets untergliedert und deckt alle wesentlichen Aspekte der Perlenzucht ab: Branchenüberblick, behördliche Verfahren zur Betriebsgründung, Gesundheitsüberwachung, Tauchsicherheit, Abfallmanagement, Muschelsammlung, Aufzucht von Perlenaustern, das Pikieren (der entscheidende Schritt der Perlenproduktion) sowie eine sozioökonomische Analyse des Sektors.

    „Wir geben Empfehlungen und klären regulatorische Fragen, allerdings ohne Vorschriften zu machen“, unterstreicht Gaertner-Mazouni. Der für alle Branchenakteure konzipierte Leitfaden wird demnächst auf den Inseln verteilt und den Teilnehmern des heute in der CCISM in Papeete beginnenden Perlenforums vorgestellt.

  • Genetische Selektion: Eine stille Revolution zur Veredelung von Tahiti-Perlen

    Ein bedeutender wissenschaftlicher Durchbruch gelang Forschern des Ifremer Pacific Center, die durch genetische Selektion die Geheimnisse der Zuchtperlenbildung entschlüsselten. Dieser Fortschritt verspricht eine tiefgreifende Transformation der polynesischen Perlenzucht.

    Die im Juli 2016 im Fachjournal Animal Genetics veröffentlichte Studie zeigt den Einfluss seltener biologischer Merkmale – wie rote oder weiße Schalen und orangefarbenes Fleisch – auf Perlenfarbe und Glanz, wesentliche Qualitätskriterien.

    Die Perlenzucht bildet das Rückgrat der lokalen Wirtschaft mit über 500 Produzenten, 1.300 direkten Arbeitsplätzen und 70% der polynesischen Exporte. In Kenntnis dieser Bedeutung arbeiteten Ifremer-Wissenschaftler eng mit Landwirten zusammen, um Austern mit atypischen Merkmalen zu sammeln. Diese Exemplare wurden anschließend im Labor künstlich gekreuzt, um die genetische Übertragung ihrer besonderen Eigenschaften zu untersuchen.

    Der Artikel zeigt eine direkte Korrelation zwischen Austernschalenfarbe und dem Farbton der resultierenden Perle. Gleichzeitig bewerteten Forscher die Verbreitung dieser selten gefärbten Austern auf polynesischen Atollen. In Mangareva etwa weisen wilde Austern mit orangefarbenem Fleisch besonders hohe Konzentrationen auf.

    Die genetische Selektion der Pinctada margaritifera, der emblematichen Perlenauster Französisch-Polynesiens, eröffnet somit beispiellose Perspektiven für die Branche. Durch Nutzung der Ifremer-Expertise in Tierwissenschaften entsteht eine neue Ära der „modernen Perlenzucht“ – die lokale Produzenten mit innovativen Werkzeugen für internationale Märkte ausstattet.

  • Perlen-Forum: Polynesien mobilisiert zur Rettung seines Lagunenschatzes

    Die Tahitian Pearl Association of French Polynesia (TPAFP) veranstaltet am 20.-21. Oktober im CCISM in Papeete ihr Pearl Forum – ein entscheidendes Treffen, um Branchenakteure zu vereinen und die Öffentlichkeit für die strategische Bedeutung der Perlenzucht zu sensibilisieren.

    Angesichts der besorgniserregenden Entwertung der Perlen und der Zunahme von Straßenhändlern warnte TPAFP-Präsidentin Aline Baldassari vor den Herausforderungen des Sektors. Das Forum markiert eine neue Phase im Bestreben, den Prestigewert tahitianischer Perlen wiederherzustellen und ihren Status als polynesisches Kulturgut zurückzugewinnen.

    Unter den Hauptrednern wird der amerikanische Gemmologe Etienne Perret Einblicke in den nordamerikanischen Markt liefern und konkrete Strategien zur Steigerung des Absatzes polynesischer Perlen vorstellen – eine mit Spannung erwartete Session für Fachleute, die neue Vermarktungsansätze suchen.

    Das Programm widmet sich auch technisch-wissenschaftlichen Schlüsselaspekten: Forschung in der Perlenzucht, Techniken zur Farb- und Größenkontrolle sowie CCISM-geführte Initiativen. Diese umfassende Bestandsaufnahme soll globale Branchenherausforderungen adressieren.

    Nabila Gaertner-Mazouni, Professorin an der Universität von Französisch-Polynesien, wird die Wechselwirkung zwischen Lagunenökosystemen und Perlenqualität betonen – mit dem Hinweis, dass Umweltschutz heute zentral für die Zukunft des Sektors ist.

    Den Abschluss bildet Teva Rohfritsch, Minister für die Blaue Wirtschaft, der die kommenden Regulierungsreformen vorstellt – ein Appell zur Modernisierung der polynesischen Perlenzucht und Stärkung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

  • Polynesische Perlenzucht: Eine historische Reform zur Strukturierung der Produktion und zum Schutz der Lagunen

    In einem ehrgeizigen Schritt zur Wiederbelebung der Perlenzucht wird innerhalb der nächsten drei Wochen ein Reformgesetz der Versammlung vorgelegt. Die erklärten Ziele: die Produktion strukturieren, die Perlenqualität garantieren und die Rückverfolgbarkeit von der Aufzucht bis zum Export sicherstellen.

    Trotz gestiegener Produktion verzeichnet die Branche seit 25 Jahren sinkende Preise, was fast 3.000 Arbeitsplätze bedroht. Ein Drittel der Farmen schloss in den letzten acht Jahren – ein deutliches Zeichen für dringenden Handlungsbedarf.

    Die Reform führt nationale Produktionsquoten ein, die auf die Farmen verteilt werden. Alle Perlen müssen registriert werden; der Verkauf von Überschussproduktion ist verboten, um die Lagunengesundheit und den Produktwert zu schützen.

    Teva Rohfritsch, Minister für die Blaue Wirtschaft, betont den Nachhaltigkeitsansatz. Quoten werden an die ökologischen Gegebenheiten jeder Lagune angepasst, und Nutzungsbedingungen für öffentliches Land verschärft, um Umweltrestaurierung und Abfallmanagement verbindlich zu machen.

    Ein weiterer Durchbruch: Die Abschaffung der „Ausschussperlen“. Alle Perlen können nun verarbeitet werden – insbesondere im Kunsthandwerk und Schmuck – ohne Mindestanforderungen an Perlmuttdicke, obwohl optionale Zertifizierungen verfügbar bleiben.

    Zur Bekämpfung illegaler Praktiken wird Produzenten, Händlern und Einzelhändlern untersagt, Perlen ohne Genehmigung an Dritte weiterzugeben. Der Kauf von Perlkernen wird streng reguliert, mit Pflicht zur Aufzeichnung für Händler.

    Vom Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrat befürwortet, steht das Gesetz vor der Abstimmung in der Versammlung für eine Umsetzung im Januar. Parallel veranstaltet der Tahitian Pearl Association of French Polynesia am 20.-21. Oktober ein Pearl Forum im CCISM – eine öffentliche Plattform zur Debatte über die Zukunft der polynesischen Perlenzucht.

  • Takume in Alarmbereitschaft: Perlenzüchter ergreifen rechtliche Schritte nach verdächtiger Einführung von kranken Austern

    Eine Welle der Besorgnis hat die Lagune von Takume erfasst. Am Donnerstagabend traf in Tahiti eine Probe verdächtiger Austern – die am 9. September illegal entsorgt worden waren – beim Gerichtsvollzieher Maître Elie ein, um vom IFREMER analysiert zu werden. Die Aktion ging auf die Initiative des Perlenzüchters Tavivi und seines Cousins Teiva Manutahi zurück, die zudem Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet hatten.

    Nach dreistündigem Warten am Flughafen Faa’a sicherten sich die beiden Männer eine Kühlbox mit möglicherweise kontaminierten Austern, die ohne Genehmigung aus Raroia überführt worden waren. Bei der Öffnung der versiegelten Box durch Maître Elie entwich ein beißender Geruch – die Schalen wiesen sichtbare Anomalien auf.

    Teiva Manutahi verurteilte die Bedrohung für Takumes Lagune und die gesamte lokale Perlenindustrie. Er betonte, dies sei das erste Mal in dreißig Jahren, dass kranke Austern in der Lagune beobachtet worden seien – ein Umstand, den Fachleute als alarmierend einstufen.

    Die Austern zeigten ungewöhnliche schwarze Flecken und besorgniserregende Deformationen. Angesichts dieser klaren Krankheitsmerkmale forderte Tavivi verlässliche wissenschaftliche Ergebnisse des IFREMER, um ihre Vorwürfe zu untermauern und rechtliche Schritte einzuleiten.

    Das Engagement der Perlenzüchter zielt nicht nur auf den Umweltschutz, sondern auch auf die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Risiken unkontrollierter Einbringungen in fragile Ökosysteme. Der Fall hängt nun von den Laborergebnissen und einem möglichen Einschreiten der Staatsanwaltschaft ab.


  • Riesige Perle auf den Philippinen entdeckt: Der neue Schatz von Palawan

    Eine außergewöhnliche maritime Entdeckung hat die Welt der Gemmologie erschüttert. Ein philippinischer Fischer ist in Besitz dessen gelangt, was sich als die größte jemals dokumentierte Naturperle erweisen könnte, bestätigte Cynthia Amurao, Tourismusbeauftragte von Palawan.

    Die Geschichte dieses Fundes gleicht einem modernen Märchen. Als sich der Anker seines Bootes an einer riesigen Riesenmuschel vor der Küste Palawans verfing, entdeckte der Fischer eine Perle von schwindelerregenden Ausmaßen: 30 Zentimeter dick und 60 Zentimeter breit. Der Mann, der den astronomischen Wert seines Schatzes nicht erkannte, bewahrte ihn jahrelang einfach als Glücksbringer unter dem Bett seiner bescheidenen Palmhütte auf.

    „Ich war sprachlos, als ich sie auf dem Küchentisch sah“, gestand die Tourismusbeauftragte und erinnerte sich an ihre erste Begegnung mit dem außergewöhnlichen Juwel. „Ich machte dem Fischer sofort klar, dass es sinnlos sei, einen solchen Schatz zu verstecken – er gehöre der Öffentlichkeit präsentiert.“

    Mit einem beeindruckenden Gewicht von 14 Kilogramm übertrifft diese titanische Perle bei Weitem den bisherigen Rekordhalter: die berühmte „Perle Allahs“ (oder „Lao-Tzu-Perle“), die ebenfalls in den 1930er-Jahren in Palawans Gewässern entdeckt und auf mehrere zig Millionen Dollar geschätzt wurde.

    Seit Montag ist das kostbare Objekt in einer gesicherten Vitrine im Rathaus von Puerto Princesa, der Hauptstadt der Insel, ausgestellt. Die Behörden erwarten gespannt die offizielle Begutachtung durch internationale Gemmologen, um die Echtheit zu bestätigen und den Wert dessen zu schätzen, was sich als eine der bedeutendsten gemmologischen Entdeckungen des Jahrhunderts erweisen könnte.

    Richard Ligad, ein Beamter der Stadtverwaltung Puerto Princesas, präzisierte: „Der Fischer hat keine Übergabedokumente an die Stadt unterzeichnet. Diese außergewöhnliche Perle bleibt somit rechtlich sein Eigentum.“ Ein wichtiges Detail – denn der potenzielle Wert dieser Entdeckung könnte auf dem internationalen Markt schwindelerregende Höhen erreichen.

    Giant Pearl Discovered in the Philippines: Palawan's New Treasure

  • Blaue Wirtschaft in Polynesien: Ein Meeresriese, der noch im Entstehen begriffen ist

    Mit einer ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von 5,5 Millionen Quadratkilometern verfügt Französisch-Polynesien über eines der größten maritimen Territorien der Welt. Doch laut einer aktuellen IEOM-Studie bleibt das wirtschaftliche Potenzial dieses riesigen Meeresraums weitgehend ungenutzt.

    Im Jahr 2015 erzielte die blaue Wirtschaft Polynesiens gemeldete Einnahmen von 39 Milliarden Fcfp, wobei IEOM-Schätzungen zufolge der tatsächliche Wert bei 47 Milliarden Fcfp liegen könnte. Trotz dieses „ozeanischen Reichtums“ fällt die wirtschaftliche Verwertung moderat aus – gehemmt durch strukturelle Hindernisse.

    Maritimer Transport ist der Hauptmotor dieser Wirtschaft und macht ein Viertel der Gesamteinnahmen aus: 10 Milliarden Fcfp pro Jahr. Die Branche bleibt ein Grundpfeiler, der sowohl den interinsularen Handel als auch den internationalen Warenverkehr stützt.

    Aquakultur birgt enormes unerschlossenes Potenzial. Während ihre Einnahmen 2015 bei 500 Millionen Fcfp lagen, könnten sie durch Integration von Verarbeitung und Vermarktung auf 5,7 Milliarden Fcfp steigen. Allerdings verzerrt die separate Erfassung von Perlenfarmen in abgelegenen Gebieten die aktuellen Schätzungen teilweise.

    Zwischen 2010 und 2015 verzeichneten meeresbezogene Sektoren ein durchschnittliches Jahreswachstum von 8 %, angeführt von Fischerei und Schiffbau. Diese positiven Trends weisen den Weg in die Zukunft.

    Meeresfrüchte, das Zugpferd polynesischer Exporte, erzielten 2015 10 Milliarden Fcfp. Der Tourismussektor, eng mit dem Ozean verbunden, generierte laut ISPF-Zahlen sogar 46 Milliarden Fcfp – davon 14,4 Milliarden direkt durch maritime Aktivitäten.

    Die blaue Wirtschaft beschäftigt derzeit rund 4.850 Menschen. Fischerei und Perlenzucht bleiben traditionelle Säulen, die den Warenexport dominieren. Auch die Yacht- und Kreuzfahrtbranche boomt: 2015 wurden 800 Boote in Polynesien registriert.

    Trotz dieser Fortschritte ortet das IEOM riesiges ungenutztes Potenzial – besonders in der Aquakultur. Großprojekte wie die Aquakulturfarm auf Hao könnten die Industrie in den kommenden Jahren tiefgreifend verändern.

    Als Reaktion betonte Teva Rohfritsch, Minister für die Blaue Wirtschaft, die strategische Bedeutung mariner Ressourcen für Polynesien und kündigte neue Initiativen an, um die nachhaltige Nutzung dieses unschätzbaren Ozeanvermögens zu maximieren.

  • Schmuckdesign-Wettbewerb: Die Tahitian Pearl Association feiert die Kunst der Tahiti-Perlen

    Die Tahitian Pearl Association of French Polynesia (TPAFP) startet einen ambitionierten Schmuckdesign-Wettbewerb, um die „Perle der Südsee“ in den Mittelpunkt zu rücken. Die Initiative knüpft an den Erfolg der Kampagne „Ma perle et moi“ („Meine Perle und ich“) an, die im April dieses Jahres das Publikum begeisterte.

    Vom 15. Juli bis 30. September 2016 sind Juweliere und Designer eingeladen, ihr Talent im Umgang mit Tahiti-Perlen unter Beweis zu stellen. Der Wettbewerb soll die Perlenindustrie Polynesiens beleben, indem er Innovation und Kreativität lokaler Künstler fördert.

    „Unser Ziel ist es, das Handwerk unserer Designer zu würdigen und gleichzeitig die kommerzielle Attraktivität der Tahiti-Perle auf internationalen Märkten zu steigern“, so ein TPAFP-Sprecher.

    Teilnehmer treten in mehreren Kategorien an, wobei die besten Kreationen prämiert werden. Unterschieden wird nach Schmuckstücken unter 100.000 XPF (≈ 840 €) oder über 100.001 XPF. Ein Großer Preis ehrt das außergewöhnlichste Stück aller Kategorien.

    Eine Expertenjury bewertet die Einsendungen nach Kriterien wie Originalität des Designs, kommerziellem Potenzial, technischer Präzision und handwerklicher Qualität. Zur Fairness haben Jurymitglieder keine Vorabkenntnisse zu den eingereichten Arbeiten.

    Einsendeschluss ist der 15. bis 30. September 2016. Die Sieger werden am Donnerstag, dem 6. Oktober 2016, bei einer Preisverleihung bekannt gegeben – dem Höhepunkt von drei Monaten kreativer Auseinandersetzung mit diesem polynesischen Nationalschatz.

    Der Wettbewerb ist Teil einer breiteren Strategie zur Wiederbelebung des Perlensektors Französisch-Polynesiens, der in den letzten Jahren wirtschaftliche Herausforderungen meistern musste. Die TPAFP will damit das globale Prestige dieses ikonischen Südsee-Juwels stärken.

  • Gewinnerinnen der Miss Tahiti 2016 mit außergewöhnlichen Perlenketten geehrt

    Die vier Gewinnerinnen des Miss-Tahiti-Wettbewerbs 2016 begannen ihre Amtszeit mit Eleganz und Prestige. Am Freitag, dem 1. Juli, erhielten sie ihre ersten offiziellen Geschenke, darunter prachtvolle Perlenketten der Maison Robert Wan, einer wahren Institution in der Welt der polynesischen Schwarzperlen.

    Mit einem Wert zwischen 4 und 5 Millionen CFP-Franken (ca. 33.000 bis 42.000 Euro) unterstreicht diese großzügige Geste die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der tahitianischen Perlen im Archipel. Für diese Botschafterinnen polynesischer Schönheit sind diese Schmuckstücke weit mehr als bloße Accessoires.

    „Dieses Geschenk ist etwas Besonderes für mich. Es ist das erste, das wir erhalten“, verriet die frisch gekrönte Miss Tahiti 2016, Vaea Ferrand, sichtlich gerührt. „Wir haben auch das Museum besucht, und ich weiß, wie viel Arbeit in diesen Ketten steckt. Eine zu bekommen, berührt mich wirklich. Vor allem, weil ich ohne den Titel Miss Tahiti wohl nie so ein Geschenk erhalten hätte!“

    Die junge Schönheitskönigin betonte auch die symbolische Bedeutung dieses Südseeschatzes: „Die Schwarzperle gehört zu unserer Kultur – sie ist eine wirtschaftliche Ressource, und wir sind weltweit für unsere Perlen bekannt. Während alle Frauen Gold und Edelsteine lieben, sind für uns Perlen die Nummer eins!“

    Jede der Siegerinnen erhielt eine exklusive Kette: Vaiata Buisson (1. Zweitplatzierte), Vanille Guyot (2. Zweitplatzierte) und Mehealani Tepou (Miss Heiva 2016). Vaea Ferrand bekam jedoch zwei außergewöhnliche Stücke, darunter eine spektakuläre Cascadia – eine mehrreihige Perlenkette mit gerundeten Perlen – aus der neuen Kollektion des renommierten Juweliers.

    Auf die Zeremonie folgte die erste Autogrammstunde der Kandidatinnen, die den Beginn ihrer einjährigen Amtszeit als Botschafterinnen polynesischer Schönheit und Kultur in der ganzen Welt markierte.