Perlen werden abgelehnt: Regulierte Zerstörung und finanzielle Unterstützung für Perlenfarmer

Geplante Vernichtung minderwertiger Perlen zur Qualitätssicherung

Das Perlenzucht-Departement wird am 7. und 8. Februar 2011 entlang der Patutoa-Straße in Papeete eine kontrollierte Vernichtung nicht verkehrsfähiger Perlen durchführen. Diese von Temauri Foster, Minister für Meeresressourcen und Perlenzucht, angekündigte Maßnahme unterstreicht das Engagement der Regierung zum Schutz des Premium-Images tahitischer Perlen.

Strikte Qualitätskontrolle

Die aussortierten Perlen – gewonnen aus Pinctada margaritifera var. cumingii-Austern – unterliegen gemäß geltender Bestimmungen einem absoluten Vermarktungsverbot. Die Ausschussgründe umfassen:

  • Kalzit-Ablagerungen
  • Abgestorbene Gewebezonen
  • Unzureichende Perlmuttschicht-Dicke

Sämtliche Perlen mit Exportbeschränkungen werden systematisch erfasst und unter Aufsicht vernichtet, um eine Marktverwässerung zu verhindern.

Finanzielle Kompensation für Züchter

Als Anreiz für qualitätsbewusste Produzenten gewährt die Regierung:

  • 50 FCFP pro Gramm zurückbehaltener Ausschussperlen
  • Maximal 500 Gramm pro Hektar und Jahr

2010 profitierten 155 Perlenzüchter von dieser Regelung – entschädigt wurde die Vernichtung von 233.118 Perlen, was die Branchenverpflichtung zur Wahrung der geschützten Herkunftsbezeichnung belegt.

Strategische Bedeutung

Die Maßnahme dient dreierlei Zielen:
Erhalt des Luxusstatus tahitischer Perlen
Wirtschaftliche Entlastung standardkonformer Betriebe
Stärkung des Verbrauchervertrauens weltweit

„Die Vernichtung minderwertiger Perlen schützt den Wert jeder einwandfreien Perle, die den Markt erreicht“, betonte Minister Foster. Die Aktion verdeutlicht Polynesiens kompromisslosen Qualitätsanspruch in seiner Leitindustrie.

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