Schwarze Perlen: Wissenschaftlicher Durchbruch deckt Ursprung der polynesischen Perlenfarben auf

Wissenschaft enthüllt die Geheimnisse der Tahiti-Perlenfarben

Zwei bahnbrechende Studien des französischen Meeresforschungsinstituts Ifremer haben im März die genetischen und umweltbedingten Ursachen der ikonischen Farben polynesischer Schwarzperlen entschlüsselt – ein Hoffnungsschimmer für die kriselnde Perlenindustrie.

Die im Rahmen des Ameligen-Forschungsprogramms mit Criobe, Privatunternehmen und Behörden durchgeführten Studien wurden von der Direktion für Meeresressourcen (DRM) finanziert. Sie zeigen neue Wege zur Qualitätssteigerung bei gleichzeitiger Produktionsoptimierung auf.

1. Die Genetik der Farben (Studie vom 15. März)
Durch Analyse der Pigmente in Spendermuschelschalen entschlüsselten Forscher:
7 Gene für gelbe Schalen
19 Gene für grüne Schalen
24 Gene für rote Schalen

Diese Grundfarben – kombiniert mit schwarzem oder albino Perlmutt – bestimmen den endgültigen Perlenton. Die Erkenntnisse ermöglichen künftig eine gezieltere Farbzucht.

2. Die Tiefe als Farbverstärker (Studie vom 19. März)
Umweltfaktoren wie die Zuchttiefe beeinflussen die Farbintensität:
• Epigenetische Veränderungen bei Tiefseemuscheln
• Dunklere Perlen mit begehrtem Glanz

Branchenrevolution in Sicht
Die Forschungsergebnisse erlauben:
✔️ Präzisionssteuerung der Zuchtbedingungen
✔️ Gezielte Marktpositionierung
✔️ Reduzierung von Produktionsausschuss

Für eine Branche, die sich noch von pandemiebedingten Exporteinbrüchen erholt, weisen diese Studien den Weg zu einer nachhaltigen Renaissance der polynesischen Perlenindustrie – wo Wissenschaft auf traditionelles Know-how trifft.

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